2.06: Klimaschutz ohne soziale Verwerfungen

Möglichkeiten und Grenzen der Förderkulisse

Mit dem Klimaschutzprogramm wird die Förderkulisse für die energetische Gebäudesanierung neu gestaltet. Können das aufgestockte Gesamtvolumen, die höheren Förderanreize und die geänderten Konditionen einen energetischen Sanierungsschub für vermietete Gebäude auslösen, ohne die Mieter mit steigenden Wohnkosten zu überlasten?

GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Deutscher Mieterbund und Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Wohnungswesen haben im Vorfeld der Verabschiedung des Klimaschutzprogrammes auf die massive Finanzierungslücke von jährlich mindestens 10 Milliarden Euro für eine warmmietenneutrale Modernisierung zu einem klimaneutralen Wohngebäudebestand hingewiesen. Das Klimaschutzprogramm erhöht die Bundesmittel für die CO2-Gebäudesanierung um etwa eine Milliarde Euro, verbessert die Förderkonditionen um zehn Prozent und führt ergänzend die steuerliche Förderung für Selbstnutzer ein. Zudem erfolgt der Einstieg in die CO2-Bepreisung.

Die Veranstalter halten dies für einen Schritt in die richtige Richtung. Entscheidend ist, dass alle Gebäudeeigentümer eine flexible Wahlmöglichkeit zwischen Zuschüssen und Förderdarlehen sowohl für energetische Einzelmaßnahmen als auch für Komplettsanierungen haben. Sollten die besseren Förderanreize tatsächlich greifen und die Sanierungstätigkeit deutlich steigen, muss zumindest der Bundeshaushalt das Fördervolumen entsprechend ausbauen. Doch wird die Verbesserung tatsächlich ausreichen, um einen wirklichen Modernisierungsschub zu erreichen und ohne weitere soziale Verwerfungen auf Mieterseite zu verstärken?

Mit der Veranstaltung soll die nun geltende Förderkulisse vorgestellt und deren Wirksamkeit im Hinblick auf Klimaschutz und mehr Sanierungsaktivitäten der Gebäudeeigentümer und auf die Sozialverträglichkeit für Mieter analysiert werden, um mit Haushaltspolitikern des Bundestages zu erörtern, wie klimaschutzpolitische Notwendigkeiten mit mieten- und haushaltspolitischen Spielräumen in Ausgleich gebracht werden können.

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Deutscher Mieterbund e.V.
Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V.
Bild: Rolf Schulten
Moderation
Jürgen Pöschk

EUMB Pöschk GmbH & Co. KG, Geschäftsführer; Berliner Impulse, Management

Bild: Manuela Schaedler/DV
Begrüßung und Einführung
Michael Groschek, Staatsminister a.D.

Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Präsident

Bild: BMWi
Aktueller Stand der Förderkulisse
Thorsten Herdan

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Leiter Abteilung II (Energiepolitik – Wärme und Effizienz)

Bild: Uni Regensburg
Schließung der Finanzierungslücke für einen klimaneutralen Wohngebäudebestand
Prof. Dr. Sven Bienert

IREBS - International Real Estate Business School, Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft

Bild: DMB
Mitwirkung der Mieter zur Erreichung der Klimaziele
Dr. Melanie Weber-Moritz

Deutscher Mieterbund e.V., Bundesdirektorin

Bild: Urban Ruths
Mitwirkung der Wohnungswirtschaft zur Erreichung der Klimaschutzziele
Dr. Ingrid Vogler

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., Referentin Energie, Technik, Normung

Podiumsdiskussion
Energetische Gebäudesanierung zwischen klima- und sozialpolitischen Notwendigkeiten und Haushaltsspielräumen

Bild: Rolf Schulten
    

Bild: privat

 

Bild: GdW

Bild: DMB

Bild: Manuela Schaedler/DV
Moderation
Jürgen Pöschk EUMB Pöschk GmbH & Co. KG, Geschäftsführer; Berliner Impulse, Management

Eckhard Rehberg, MdB CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Haushaltspolitischer Sprecher
Johannes Kahrs, MdB SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied des deutschen Bundestags
Axel Gedaschko GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., Präsident
Lukas Siebenkotten Deutscher Mieterbund e.V., Präsident
Michael Groschek, Staatsminister a.D. Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Präsident

kostenfrei, Anmeldung erforderlich, inhaltliche Fragen an: