Mi, 28.04.2021

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Zoom Webinar


Bessere Mobilisierung zur energetischen Sanierung im Quartier

Erkenntnisse zu einer bedarfsgerechten Quartiersförderung aus dem 3% plus-Projekt

Das Quartier als Handlungsebene bietet große Synergie- und Effizienzpotentiale, die sich auch bei der gebäude- sowie versorgungsseitigen energetischen Modernisierung zeigen. Hier können z.B. Investitionen einzelner „gepoolt“ werden, was umfassendere und flexiblere Maßnahmen(kombinationen) ermöglicht. Neben wirtschaftlichen Skaleneffekten und größeren Spielräumen bei technologischen Lösungen bestehen vor allem besondere Chancen bei der Mobilisierung von Gebäudeeigentümer:innen. Denn die Quartiersorientierung befördert eine integrierte und partizipative Handlungsweise – eine Grundvoraussetzung für die Akzeptanz und Mobilisierung der kleinteiligen Akteurslandschaft, gerade in heterogenen Quartieren.

Auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand 2050 können wir kaum darauf verzichten, diese Potentiale auszuschöpfen.

Im Rahmen des Verbundvorhabens 3% plus erörtert der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. gemeinsam mit der Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH und der Hochschule für Technik Stuttgart sowie kommunalen Praxispartnern aus der Region Aachen und der Stadt Ludwigsburg, wie vor allem solche kleinteiligen Energieeffizienzpotentiale in Quartieren mit heterogenen Gebäudebeständen und Eigentümer:innen gehoben werden können. Dabei zeigte sich bisher auch ein besonderer Förderbedarf des Quartiers als Handlungsebene. Ein Grund hierfür ist, dass das Quartier nicht mit politischen und administrativen Strukturen untersetzt ist, was gerade initial zu erheblichen koordinatorischen Mehraufwenden führt, will man den integrierten Ansatz und das Quartier in das Zentrum von energetischen Sanierungsaktivitäten rücken.

In dieser Session der Energietage möchten wir hierzu Erkenntnisse des 3% plus-Projekts vorstellen und mit Ihnen diskutieren.

Auf Basis einer Reihe kurzer Impulsvorträge wollen wir reflektieren, wo Ansatzpunkte für die Förderung sind, quartiersbezogene Investitionen, Mobilisierung, Beratung und Koordination besser anzureizen bzw. zu verknüpfen.


Teilnehmer:innen haben nach den Beiträgen und in der Diskussion die Gelegenheit, Wortmeldungen im Chat anzukündigen und sich aktiv einzubringen.

  • Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V.
  • 3% Plus
      • Begrüßung und Moderation:
        Christian Huttenloher

        Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Generalsekretär

      • Begrüßung und Moderation:
        Michael Groschek, Staatsminister a.D.

        Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Präsident
        Groschek Consulting, Geschäftsführer

      • Quartiersorientierte Förderung: Wirkungsbereiche & Status Quo
        Hauke Meyer

        Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Projektkoordinator und Politischer Referent

      • Der SFQ als ein Ansatz für mehr Quartiersorientierung bei der energetischen Sanierung
        Uta Schneider Gräfin zu Lynar

        B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH, Bereichsleiterin

      • Quartiersbezogene Beratungsstrukturen
        Steffen Weeber

        Stadt Ludwigsburg, Leitung Stabsstelle Klima, Energie und Europa

      • Vorteile von Beratungsnetzwerken und des Aufbaus einer Hausakte
        Michael Stephan

        altbau plus e.V. Aachen, Geschäftsführer

      • Kombination von Städtebauförderung und dem KfW-Programm für Einzeleigentümer
        Dr. Frank Friesecke

        die STEG Stadtentwicklung GmbH, Prokurist
        DVW e.V., Vizepräsident

      • Integrierte Stadtentwicklung und Sanierungsberatung durch Wohnungsunternehmen
        Marion Schmitz-Stadtfeld

        ProjektStadt, Naussauische Heimstätte, Leiterin Integrierte Stadtentwicklung

      • Eingangsstatement mit Thesen aus dem Expertenkreis des Forschungsprojekts
        Christian Huttenloher

        Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Generalsekretär

      • Eingangsstatement zu energetischer Stadtsanierung, Zuschuss 432 & Förderkulissen
        Joachim Gerth

        Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Referent, Referat SW II 2

      • Eingangsstatement zu Förderung für Einzelgebäude & BEG
        Dr. Ron Lipka

        Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Referat IIC3 „Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG)“



      Energietage-Event #2.02

      Inhaltliche Fragen an:

      Alexandra Beer, Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V, a.beer@deutscher-verband.org, 030 2061 32559