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Fr, 17.04.2026

10:00 - 11:30

Digitales Event

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Dieses Event ist kostenfrei

Bürokratie als Klimarisiko: Wie viel „Kontrolle“ können bzw. müssen wir uns leisten?

Veranstaltet von:
  • Arepo GmbH

    Bürokratie ist überall und besonders auch im Energiesektor vorhanden – bei Förderprogrammen, Nachweispflichten, dem Eich- und Messwesen, Netzentgeltregulierung und vielem mehr. Die Frage ist: Muss das sein? Oder sind das Traditionen aus einer Zeit vor der Liberalisierung des Elektrizitätsmarkts, der Digitalisierung oder der künstlichen Intelligenz?  

    Es besteht eine gewisse Sensitivität für den Vollzugsaufwand der öffentlichen Hand – dieser wird als Prognose jedem Gesetzesvorschlag vorangestellt und Haushaltskürzungen erhöhen den Druck, diesen zu reduzieren. Aber auch Unternehmen und Verbraucher:innen sind von hohem Verwaltungsaufwand betroffen. Praxiserfahrungen zeigen, dass hohe bürokratische Anforderungen oft nicht durch eigene Mitarbeiter:innen abgedeckt werden können und eher wie ein Konjunkturprogramm für teure Beratungsunternehmen wirken. In manchen Firmen sind auch eigene Personen notwendig, nur um nicht betriebsnotwendige Berichtspflichten z.B. für Subventionen zu erfüllen. Unsere Evaluation der Strompreiskompensation zeigt, dass Nachweispflichten als Bürokratiekosten die Inanspruchnahme von Förderprogrammen und damit deren Wirksamkeit sowie die Steuerbarkeit der Programme reduzieren. 

    Können wir als Gesellschaft auch im Angesicht einer abnehmenden Transformationsbereitschaft und zunehmendem Transformationsdruck diesen Wirkungsverlust noch leisten? Wie viele Nachweise brauchen wir wirklich? Können administrative Vereinfachung und Bürokratieabbau in der Förderpraxis vielleicht sogar einen Klimaschutzhebel darstellen?

    Diese und anknüpfende Fragen wollen wir im Rahmen eines Online-Panels aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und diskutieren.

    Podiumsdiskussion

    Zentrale Leitfragen der Diskussion werden sein:

    • Wie viel kostet Bürokratie? Was heißt es in der Förder- und Unternehmenspraxis konkret, wenn über hohe Bürokratie geklagt wird?
    • Warum braucht es Bürokratie – und wieviel? Wo liegt das optimale Niveau zwischen Zielgenauigkeit/Missbrauchsprävention und Zugänglichkeit einer Fördermaßnahme?
    • Wer kann sich das überhaupt leisten? Werden durch Komplexität vielleicht systematisch bestimmte Gruppen ausgeschlossen (KMU, (finanzschwache) Kommunen, Handwerk)? Ist es fair, wenn manche Unternehmen in den Genuss einer Förderung kommen, weil sie sich den Nachweis leisten können und andere nicht?
    • Welche Förderdesigns reduzieren Reibungsverluste – idealerweise ohne Governance zu schwächen? Welche Förderprogramme zeichnen sich durch vergleichsweise geringe oder hohe bürokratische Anforderungen aus? Gibt es strukturelle Erklärungen hierfür?

    Moderation

    Dr. Guido Ropers

    angefragt

    Arepo GmbH, Berater

    Dr. Christine Wörlen

    angefragt

    Arepo GmbH, Gründerin und Geschäftsführerin

    Tim Meyer

    angefragt

    E.ON Solar Solutions GmbH

    Thorsten Becherer

    angefragt

    WEPA Hygieneprodukte GmbH

    Klaus-Heiner Röhl

    angefragt

    Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.

    Energietage-Event D.259

    Inhaltliche Fragen an:

    Dr. Guido Ropers, Arepo GmbH, ropers@arepo-consult.com, 030 220 124 47

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