Grußworte zu den ENERGIETAGEN 2021

Peter Altmaier

Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben uns dem Ziel einer weitgehenden Klimaneutralität bis 2050 verpflichtet. Mit diesem Jahr sind wir in ein dafür entscheidendes Jahrzehnt gestartet. Bis 2030 haben wir uns nicht nur wichtige Zwischenziele gesetzt, sondern müssen auch die richtigen Weichen stellen, damit wichtige Effizienzmaßnahmen, Innovationen und Energieforschung angestoßen werden.

Dies erfolgt auf nationaler sowie auf europäischer Ebene. Mit dem Green Deal hat die Europäische Union, einen großen Neuanfang in der Klimapolitik gestartet. Wir werden diesen als Chance der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie nutzen und Wirtschaft und Klimaschutz konsequent zusammendenken.

In diesem Rahmen setzen wir uns dafür ein, Effizienzanreize zu erhöhen und den Wechsel der Energieträger zu beschleunigen. Dabei setzen wir auch künftig auf Kosteneffizienz, Wirtschaftlichkeit, Technologieoffenheit und Bezahlbarkeit. Strategische Wegbereiter für die Zukunft sind die Energieforschung und die Reallabore der Energiewende, die Innovationen vorbereiten und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland beitragen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Austausch bei den diesjährigen Berliner Energietagen!

Peter Altmaier

Svenja Schulze

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

Deutschland kommt auch im dritten Jahr in Folge im Klimaschutz gut voran. Das neue Bundesklimaschutzgesetz beginnt mit seinen verbindlichen Sektorzielen zu wirken. Es machen sich auch Pandemie-Effekte bemerkbar, besonders im Verkehr. Sorgen macht hingegen der Gebäudesektor. Mit einem Sofortprogramm muss er rasch auf Klimakurs gebracht werden. Erfreulich ist, dass der Umbau unserer Volkswirtschaft in Richtung Klimaneutralität weiter Fahrt aufnimmt.

Erfolge gibt es vor allem im Energiesektor, wo der Kohleausstieg gut vorankommt. Aber das höhere EU-Klimaziel erfordert noch deutlich mehr Tempo beim Ausbau von Wind- und Sonnenstrom. Die erneuerbaren Energien werden außerdem für die Erzeugung von grünem Wasserstoff zur Transformation in der Industrie gebraucht.

Die Berliner Energietage 2021 sollen zu neuen Ideen in allen Sektoren inspirieren. Es gibt viel zu besprechen, um im Klimaschutz weiter schnell voranzukommen. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Tagung.


Ihre
Svenja Schulze

Horst Seehofer

Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit neuen und deutlich besser ausgestatteten Förderprogrammen und mit einem modernen Rechtsrahmen haben wir einen großen Schritt in Richtung klimaneutraler Gebäudebestand gemacht. Die Verbesserungen kommen bei den Bauherren an, wie zum Beispiel die im Jahr 2020 stark gestiegene Zahl neuer, auf erneuerbarer Basis installierter Heizungen zeigt.

Unsere klimapolitischen Ambitionen stellen unser Ziel, die Bezahlbarkeit des Bauens und Modernisierens sicherzustellen, nicht in Frage. Nur bezahlbares Wohnen ist sozialverträglich. Dies war und ist unsere Leitlinie bei der Ausgestaltung des ordnungsrechtlichen Rahmens und der Anreizinstrumente.

Zwischen der Klima- und Sozialverträglichkeit unserer Politik besteht eine fein austarierte Balance, die immer wieder neu justiert werden muss. Mit den Leitlinien von Wirtschaftlichkeit, Technologieoffenheit und größtmöglicher Freiwilligkeit folgen wir weiteren Grundsätzen, die für eine breite Akzeptanz der Bau- und Klimapolitik unabdingbar sind.

Aufgabe der ENERGIETAGE ist es, die hiermit verbundenen Diskussionen in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre zu führen. Deshalb engagiert sich das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gerne auch in diesem Jahr als aktiver Mitveranstalter.

Horst Seehofer

Ramona Pop

Senatorin für Wirtschaft und Energie, Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2020 sollten die Berliner Energietage in ganz neuen Räumlichkeiten stattfinden. Dann kam Corona und damit die Herausforderung, ein ganz neues digitales Konzept aufzusetzen. Diese haben die Veranstalter sehr gut gemeistert und die Chance genutzt, ein noch breiteres Publikum zu erreichen. Hier zeigt sich, wie anpassungsfähig und kreativ die Berliner Wirtschaft ist.

Ihre Ideen und Innovationskraft werden wir künftig noch stärker brauchen. Die Klimakrise ist eine globale Krise, stärker als die gegenwärtige. Wir in Berlin haben mit dem geplanten Solargesetz, das den Bau und Betrieb von Solaranlagen auf Neubauten und bei Dachsanierungen regeln wird, einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität getan.

Gleichzeitig haben wir gezeigt: Man kann globale Probleme auf lokaler Ebene lösen. Und so ist folglich auch wichtig, dass die Berliner Energietage starke Signale senden. Nutzen Sie das vielfältige digitale Programm mit seinen zahlreichen Möglichkeiten, sich auszutauschen und Ihre Meinung zu äußern!

Ich wünsche Ihnen eine gelungene Veranstaltung!
Ihre Ramona Pop

Regine Günther

Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin

Liebe Berlinerinnen und Berliner,

Berlin schreitet beim Klimaschutz weiter voran! Mit vielfältigen Initiativen haben wir uns auf den Weg in eine klimaneutrale Zukunft gemacht. Mit der Novellierung des Energiewendegesetzes werden wir die Berliner Klimaschutzziele im Lichte des Pariser Klimaschutzabkommens erhöhen.

Als neue Berliner Klimaschutzziele legt die Gesetzesnovelle eine Verminderung der landesweiten CO2-Emissionen um 65% bis 2030, 80% bis 2040 und 95 % bis 2050 fest, jeweils gemessen an den Emissionen des Jahres 1990.

Die höheren Klimaschutzziele gehen wir mit Hochdruck und ganz praktisch an, beispielsweise durch ambitionierte Klimavorgaben für öffentliche Gebäude und die schrittweise Umstellung auf CO2-freie Antriebe der öffentlichen Fuhrparke. Zudem werden mit der Novelle erstmals gesetzliche Leitplanken für den Übergang Berlins zu einer CO2-freien Fernwärmeversorgung einbezogen. Neben den Maßnahmen zum Klimaschutz wird Berlin auch aktiv, um die nichtvermeidbaren Folgen des Klimawandels abzumildern. Hier hat sich Berlin auf den Weg zu einer klimaresilienten Stadt gemacht.

Dies alles geht nur im gemeinsamen Handeln aller Beteiligten der Stadtgesellschaft. Erfolgreiches Handeln ist nur über einen fortwährenden Austausch über den richtigen Weg möglich. Und hierfür bieten die Berliner Energietage seit über 20 Jahren ein hervorragendes Forum.

Ihre Regine Günther

Jürgen Pöschk

Initiator und Hauptveranstalter der Energietage,
EUMB Pöschk GmbH & Co KG

Liebe ENERGIETAGE-Community,

wie schrieb Frans Timmermans – Exekutiv-Vizepräsident der EU-Kommission sowie Kommissar für den Europäischen Green Deal – vor kurzem sinngemäß im Berliner Tagesspiegel: „Wenn wir das 1,5°-Ziel nicht erreichen, werden unsere Kinder Kriege um Nahrung und Wasser führen.“

Ist das Alarmismus von höchster Stelle? Ein kurzer Selbsttest: Lassen Sie uns – gedanklich – neun Jahre voraus springen, also in das Jahr 2030. Welche Schlagzeilen erwarten wir?

„Bundesumweltministerin verkündet stolz: „Klimaziele 2030 übererfüllt“,
„Bundesenergieministerin übergibt Plakette „5.000 Kommunen zu 100% erneuerbar“,
„Bundesbauminister meldet zielgenaue Senkung der CO2-Emissionen in Gebäuden um 40% seit 2020“ ...

... oder eher:
„Klimaziele verfehlt: Deutschland vor weiteren Strafzahlungen an die EU“,
„Windkraft an Land tritt weiter auf der Stelle“,
„Gebäudeenergiebedarf seit 2010 weitgehend konstant“?

Sollten Sie Zweifel haben, dass wir uns auf der Erfolgsseite wiederfinden, ist dies vielleicht ein Indiz dafür, dass es kein politisches „Weiter so“ geben darf.

Auch wenn unsere Aufmerksamkeit aktuell fast komplett der Coronakrise gewidmet wird: Die Klimakrise verschärft sich drastisch. Hitze- und Dürreperioden, Waldbrände etc. selbst bei uns in Deutschland – von Kalifornien, Australien oder der russischen Tundra ganz zu schweigen. Die Kipppunkte des Klimas sind bereits in Sichtweite!

Der kommenden Legislaturperiode kommt eine absolut entscheidende Bedeutung zu. Sollen Verantwortung und Generationengerechtigkeit keine hohlen Phrasen bleiben, ist klar: Ein weiteres Auseinanderfallen von (klima-)politischen Zielen und realer Entwicklung können wir uns nicht leisten.

Kontrovers – konstruktiv – klimafreundlich:

Lassen Sie uns auf den ENERGIETAGEN die Perspektiven der Energie- und Klimawende diskutieren – ernsthaft und lösungsorientiert!

Ihr Jürgen Pöschk