Die Leitveranstaltung für Energiewende und Klimaschutz findet in 2026 vom 15. bis zum 17. April digital sowie vom 4. bis 6. Mai in Präsenz in Berlin statt. Hier sehen Sie das umfangreiche Gesamtprogramm mit über 110 — kostenfreien — Einzelveranstaltungen unterschiedlichster Institutionen, zu denen Sie sich ab sofort anmelden können. Unser Filter hilft Ihnen dabei, das Programm nach Ihren eigenen Interessen zu sortieren sowie nach konkreten Themen oder den wieder rund 600 Speaker:innen im Volltext des Programms zu suchen. Legen Sie die Events mit einem Klick in den Warenkorb und buchen Sie Ihren Besuch noch heute! Fragen zur Buchung beantworten wir Ihnen in unserer umfangreichen FAQ.
Die Session bietet einen kompakten Überblick über die Produktpalette des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Energiebrache. Von der Wettervorhersage, über klimatologische Produkte und Netzwerkaktivitäten bis hin zu Forschung und Entwicklung werden Einblicke in verfügbare Produkte wie beispielsweise Warnmeldungen für Übertragungsnetzbetreiber oder Strahlungsdatensätze für PV und aktuelle Projekte wie zum Beispiel zu Wake- und Sonnenfinsternis-Effekten in der Wettervorhersagegegeben. Das vom DWD koordinierte nationale Copernicus Netzwerkbüro Energie stellt die kostenfreien Copernicus-Daten und Dienste vor und gibt einen kurzen Einblick in Anwendungsbereiche.
Steigende Energie- und Lebensmittelpreise, hohe Sanierungskosten oder der CO₂-Preis treffen vor allem Menschen mit wenig finanziellem Spielraum. Für viele Haushalte wird es an mehreren Stellen gleichzeitig eng: beim Heizen und Stromverbrauch, beim Einkauf oder auf dem Weg zur Arbeit. Häufig bedeutet das, im Alltag Kompromisse machen zu müssen.
Wo Klimaschutzmaßnahmen in den Alltag der Menschen eingreifen, wird es konkret. Genau dort entstehen aber auch neue Chancen, Klimaschutz und Soziales besser zusammenzudenken und die Handlungsspielräume von Menschen zu erweitern.
Wie können Maßnahmen so gestaltet werden, dass sie Haushalte entlasten und gleichzeitig zum Klimaschutz beitragen? Welche Rolle spielen Politik, Infrastruktur und konkrete Angebote vor Ort im Alltag? Was ist bei der Umsetzung wichtig?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Veranstaltung. Nach einem kurzen Einblicken in aktuelle Forschungsergebnisse diskutieren wir mit Ex-pert:innen, welche Ansätze soziale Gerechtigkeit in der Klimapolitik stärken können.
Natürlicher Wasserstoff – auch bekannt als weißer oder „goldener“ Wasserstoff – rückt weltweit zunehmend in den Fokus von Forschung und Industrie. Er entsteht durch natürliche geologische Prozesse im Untergrund und könnte, sofern wirtschaftlich nutzbare Lagerstätten existieren, eine zusätzliche kohlenstoffarme Wasserstoffquelle darstellen. Seit der Entdeckung eines wasserstoffreichen Gasvorkommens in Mali, das seit 2011 zur Stromversorgung eines nahegelegenen Dorfes genutzt wurde. Rückenwind bekommt die Nachfrage nach den Potentialen von weißem Wasserstoff auch durch die weltweit verzögerte großmaßstäbliche Markteinführung von grünem Wasserstoff.
Trotz der zunehmenden Erkenntnisse bestehen weiterhin große Unsicherheiten: Gibt es tatsächlich abbauwürdige Vorkommen? Lässt sich geologischer Wasserstoff zuverlässig und in größerem Maßstab fördern? Mit welchen Kosten sind Gewinnung und Aufbereitung verbunden? Und welche Rolle könnte er realistisch in klimaneutralen Energiesystemen spielen?
Die Veranstaltung beleuchtet den aktuellen Wissensstand zum natürlichen Wasserstoff – von seiner Bildung und Ansammlung im Untergrund über wirtschaftliche Perspektiven bis hin zu möglichen Anwendungen und regulatorischen Herausforderungen. Expertinnen und Experten diskutieren, ob natürlicher Wasserstoff zukünftig eine sinnvolle Ergänzung zu grünem Wasserstoff sein kann, welche politischen Rahmenbedingungen die Exploration unterstützen können und welche weitere Forschung erforderlich ist, um sein Potenzial fundiert zu bewerten.
Wir teilen unsere Erkenntnisse und offenen Fragen mit Ihnen und laden Sie ein, über das Potenzial dieser möglichen neuen Energiequelle zu diskutieren.
Die Dekarbonisierung von Kommunen, Industrie und Gebäudekomplexen erfordert unterschiedliche Strategien, steht jedoch vor ähnlichen Herausforderungen. Anhand dreier Praxisbeispiele zeigt FEV, wie kommunale Wärmeplanung, industrielle Transformationsstrategien und innovative Versorgungskonzepte für neue Gebäudekomplexe umgesetzt werden, welche Hürden auftreten und welche Lösungsansätze sich bewährt haben.
Wie kann die Wärmewende in bestehenden Stadtquartieren gelingen – auch jenseits klassischer Fernwärmemodelle? Wie können Lösungen entstehen, die bezahlbar, sozial gerecht und von den Menschen vor Ort mitgetragen werden?
Diesen Fragen widmet sich die Veranstaltung zu kooperativer Nahwärme in urbanen Bestandsquartieren. Im Mittelpunkt stehen Initiativen und Akteursgruppen, die neue Wege gehen: von nachbarschaftlich organisierten Projekten über zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse bis hin zu lokalen Wärme- und Quartiersgenossenschaften, die Wärmeinfrastrukturen gemeinsam entwickeln, aufbauen und tragen.
Die Veranstaltung macht sichtbar, was bereits entsteht, vernetzt engagierte Akteure und lädt zum Austausch über Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze ein. Zugleich zeigt sie, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit kooperative Wärmeprojekte in Bestandsquartieren leichter auf den Weg gebracht und umgesetzt werden können. Darüber hinaus lenkt sie den Blick auf das Potenzial kooperativer Nahwärme – insbesondere bei Modellen, in denen Wärmenetze nicht allein von Stadtwerken oder großen Energieversorgern geplant und betrieben werden.
Die Energiewende steht aktuell doppelt unter Druck: Die Abhängigkeit von Importen ist eine Belastung für Industrie und Gesellschaft und gleichzeitig wird der Ruf nach Abschwächung von Klimazielen immer lauter. Genau hier setzt der Kopernikus‑Gedanke an: wettbewerbsfähige und gesellschaftsfähige Lösungen entwickeln, die Emissionen senken und Versorgungssicherheit stärken. In dieser Session zeigen wir, wie Systemintegration und Flexibilität (Strom‑/Wärme/‑GasKopplung, Lastverschiebung, Speicher und neue Umwandlungspfade wie ‑Power‑toX‑) helfen, Kosten zu begrenzen, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Resilienz des Energiesystems zu erhöhen. Wir schlagen die Brücke von Projekt-Highlights (Rückschau) zu den nächsten Schritten (Skalierung, Markteinbindung, Rahmenbedingungen) mit Blick auf konkrete Handlungsoptionen für Industrie, Politik und Umsetzungspartner unter Berücksichtigung einer sozial gerechten Transformation unter Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern.
An dem Panel teilnehmen werden Ann-Katrin Schenk (Leiterin der Policy Unit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), Jan Hildebrand (Leiter des Arbeitsfelds Umweltpsychologie am Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme) sowie Julian Keutz (Senior Research Associate am Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln). Die Moderation übernimmt Constanze Liepold vom E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen University.
Die Zukunft der Gebäude beginnt jetzt!
Die europäische Immobilienbranche steht an einem Wendepunkt: Energieeffizienz steigern, CO₂-Emissionen reduzieren und gleichzeitig den Nutzerkomfort erhöhen – all das unter den Herausforderungen des digitalen Wandels.
Der europäische Smart Readiness Indicator (SRI) eröffnet genau hier neue Möglichkeiten: Er bewertet die intelligenten Fähigkeiten von Gebäuden und zeigt auf, wie digitale Technologien Energie sparen, das Nutzererlebnis verbessern und die Interaktion mit dem Stromnetz optimieren können.
Doch die Umsetzung ist komplex – regulatorische Hürden, technische Herausforderungen und wirtschaftliche Fragen bremsen bisher die breite Anwendung. Genau deshalb ist jetzt der perfekte Moment, den SRI praxisnah zu testen, Digitalisierungsstrategien abzuleiten und erste Pilotanwendungen auf Basis gesammelter Gebäudedaten umzusetzen.
Durch den gezielten Einsatz innovativer, digitaler Tools kann man nicht nur den steigenden Anforderungen der Gebäudeautomation gerecht werden, sondern auch den Fachkräftemangel abfedern und das bestehende Personal in der Bewältigung der täglich komplexer werdenden Aufgaben nachhaltig unterstützen.
Es ist Zeit, Gebäude smarter, effizienter und zukunftsfähig zu machen – und OnSite Solutions zeigt mit innovativen KI-Lösungen, wie es geht!
Wie kann die Wärmewende auch in dicht bebauten urbanen Quartieren gelingen, die weder für Fernwärme wirtschaftlich erschließbar sind noch gute Voraussetzungen für klassische Einzellösungen bieten? Das DBU-geförderte Forschungsprojekt „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen“ untersucht genau diese Frage am Beispiel Bremens.
Im Mittelpunkt stehen dabei weniger technische Details als vielmehr die Bedingungen, unter denen bürgerschaftlich oder gemeinwohlorientiert getragene Nahwärmelösungen tatsächlich umsetzbar werden: Welche Stellschrauben sind entscheidend? Welche Rolle spielen Finanzierung, Betreibermodelle und gesetzliche Rahmenbedingungen? Und was zeigen Befragungen und Auswertungen zu Akzeptanz, Motivation und Umsetzungshemmnissen? Die Veranstaltung bietet einen kompakten Einblick in zentrale Projektergebnisse und verweist zugleich auf die vertiefende Fachveranstaltung am 28. April 2026 in Berlin (hybrid): „Bürgerschaftliche Nahwärme und die kommunale Wärmewende. Stimmt der Rahmen?“
Die Veranstaltung präsentiert globale Trends der Wasserstoff-Industrie, Strategien für regionale Wasserstoff-Infrastrukturen, Power-to-Liquid-Projekte der Fa. Ineratec und des DLR sowie Highlights aus der Wasserstoff-Forschung.
Die Mitteltiefe Geothermie (ca. 400 bis 2.000 m Teufe) bietet als grundlastfähige erneuerbare Energiequelle mit vergleichsweise hohen Temperaturen ein erhebliches Potenzial für die Dekarbonisierung des Wärmesektors. Damit kann sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Ziele leisten – insbesondere im Bereich der leitungsgebundenen Wärmeversorgung.
Während die geothermische Nutzung im süddeutschen Molassebecken und im Oberrheingraben bereits in größerem Maßstab umgesetzt wird, bleibt die Zahl realisierter Projekte im Norddeutschen Becken bislang begrenzt. Ein Grund ist die stärkere geologische Heterogenität des Untergrunds. Sie führt zu größeren Unsicherheiten hinsichtlich der Fündigkeit geeigneter Reservoire und damit zu erhöhten Explorations- und Investitionsrisiken. Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit geothermischer Projekte hängen daher in dieser Region stark von lokalen geologischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen ab. Zudem braucht es geeignete Finanzierungs- und Geschäftsmodelle, um die Projekte auch tatsächlich in die Umsetzung zu bringen.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Forschungsprojekts „Warm-Up“ werden zentrale Fragestellungen zur Nutzung mitteltiefer Geothermie in Norddeutschland untersucht. Dazu zählen die Analyse der geologischen Potenziale, Bewertungen der Wirtschaftlichkeit sowie mögliche Finanzierungs- und Geschäftsmodelle für netzgebundene Wärmeversorgungskonzepte mit Geothermie. Die Veranstaltung stellt zentrale Ergebnisse des Projekts vor und diskutiert deren Bedeutung für die weitere Entwicklung der Mitteltiefen Geothermie im norddeutschen Raum. Das Projekt wird von BGR, IÖW und ECOLOG gemeinsam mit dem Leibnitz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) bearbeitet.
Die Transformation des Energiesystems bringt neue Anforderungen an Stabilität, Flexibilität und Zusammenarbeit mit sich. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien, der zunehmenden Digitalisierung und einer stärkeren Vernetzung von Erzeugern, Verbrauchern und Infrastrukturen rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Energiesysteme künftig widerstandsfähiger und gleichzeitig effizienter gestaltet werden können.
Der Workshop der Fraunhofer-Allianz Energie im Rahmen der Berliner Energietage beleuchtet zentrale Bausteine für eine resiliente Energieversorgung. Ausgehend von der Stabilität der Stromnetze als Fundament eines funktionierenden Energiesystems zeigen datenbasierte Analysen und systemische Bewertungen, wie sich kritische Situationen frühzeitig erkennen und Versorgungssicherheit gezielt stärken lässt. Darauf aufbauend richtet sich der Blick auf die Akteure im Energiesystem: Praxisbeispiele verdeutlichen, wie industrielle Standorte zunehmend zu aktiven Gestaltern werden und industrielle Nachfrageflexibilität zu einer resilienten Energieversorgung beitragen kann.
Der Workshop verbindet technische, systemische und organisatorische Perspektiven auf ein zunehmend komplexes Energiesystem. Wir freuen uns auf einen angeregten Austausch mit Ihnen über innovative Ansätze für eine sichere, resiliente und zukunftsfähige Energieversorgung.
Wissenschaftliche Arbeiten von Masterarbeit bis hin zur Dissertation verschwinden manchmal doch schnell wieder im Nichts. Aber nicht bei uns! In unseren Science Talks bekommen spannende Ideen und Forschungsergebnisse rund um Klimaschutz und Energiewende die Bühne, die sie verdienen.
In 15 Minuten-Slots werden Arbeiten oder erste Ideen vorgestellt und mit der interdisziplinären ENERGIETAGE-Community diskutiert. Egal, ob Du Dich vernetzen, mit Deiner Expertise wertvolle Impulse geben oder einfach Neues entdecken willst – hier bist Du richtig!
Du hast selbst eine Arbeit oder ein Forschungsprojekt, das Du gern vorstellen möchtest? Dann findest Du alle Infos zu einer aktiven Teilnahme in unserem dazugehörigen "Call for Participation" (Event D.366) oder auf direktem Weg über schmidt@energietage.de – wir freuen uns auf Dich!
Die Folgen des Klimawandels sind längst im Alltag der Kommunen angekommen. Anpassung ist keine Option mehr, sondern eine zentrale und komplexe Zukunftsaufgabe, die zahlreiche Handlungsfelder betrifft: von Stadtplanung über Gesundheit bis hin zu Mobilität und Kultur. Dabei reicht es nicht aus, Klimarisiken allein räumlich zu betrachten: Mit dem Ziel, Umwelt und Menschen resilient gegenüber Klimafolgen aufzustellen, ist Klimaanpassung auch immer eine soziale Frage.
Vor diesem Hintergrund diskutiert die Veranstaltung, wie Klimaanpassung und soziale Gerechtigkeit miteinander verknüpft sind, und zeigt konkrete Gestaltungsmöglichkeiten einer sozialgerechten Transformation auf. Anhand von drei Beispielen wird deutlich gemacht, wie sozialgerechte Ansätze dazu beitragen, Ungleichheiten nicht zu verschärfen, sondern gezielt abzubauen und Resilienz für alle zu stärken.
In einem interaktiven Podiumsgespräch werden unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht und zentrale Fragen diskutiert: Wie kann sozialgerechte Klimaanpassung konkret gelingen? Welche neuen Ansätze braucht es? Und wie schaffen wir Lösungen, die wirklich alle erreichen?
Die Energiewende stellt Kommunen, Stadtwerke und Wohnungsunternehmen vor komplexe, oft miteinander verflochtene Herausforderungen. „Energiewende Unlocked“ bietet einen strukturierten, sozialwissenschaftlich fundierten Rahmen, in dem operative Entscheider*innen zentrale Herausforderungen analysieren, Perspektiven vergleichen und gemeinsam Ansatzpunkte für wirksame Strategien entwickeln.
Das Format kombiniert moderierte Reflexionssequenzen, kurze analytische Impulse und interaktive Methoden aus der sozialwissenschaftlichen Praxisforschung. Die Teilnehmenden gewinnen einen klaren Blick darauf, welche strukturellen Faktoren ihre Arbeit beeinflussen, wie andere Organisationen vergleichbare Situationen bewältigen und welche Kooperationen oder Ressourcen für die nächsten Schritte entscheidend sein können.
Im Mittelpunkt steht die strukturierte Auseinandersetzung mit realen Herausforderungen – von organisatorischen Engpässen bis zu strategischen Zielkonflikten. Durch den Vergleich unterschiedlicher Herangehensweisen werden Muster sichtbar, die helfen, eigene Prozesse besser einzuordnen und gezielt weiterzuentwickeln.
Das Format schafft einen geschützten Rahmen für ehrliche Gespräche, neue Perspektiven und konkrete Impulse für die eigene Arbeit. Wer teilnimmt, profitiert von kollektiver Erfahrung, erweitert sein Netzwerk und erhält Orientierung für die nächsten Schritte in der kommunalen und sektorübergreifenden Transformation.
Teilnehmer:
Andreas Koch-Martin | SHK Innung Berlin - Geschäftsführer
Prof. André Kremonke | TU Dresden - Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung
Burckhardt Bonello | Meister Systems GmbH - Geschäftsführer
Max Franke | Lokalleads GmbH - Geschäftsführer
Tobias Lerche | Eneka GmbH - Geschäftsführer
René Ebert | VdZ Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. - Geschäftsleiter (Moderation)
Welche Rolle spielen Unternehmen in der TGA heute als aktive Innovationstreiber? Diese Podiumsdiskussion unterzieht die Forschungslandschaft der Energie- und Gebäudetechnik einem Realitätscheck und beleuchtet die strategische Zusammenarbeit von KMU mit Forschungsinstituten. Wir diskutieren die Rahmenbedingungen für unternehmensnahe Forschung in Deutschland: Von der Effektivität der Förderprogramme bis hin zum praktischen Transfer in den Markt. Wo finden Betriebe die besten Synergien mit der Wissenschaft und welche Hürden – zwischen Bürokratie und Fachkräftemangel – bremsen die Innovationskraft der Branche aktuell aus?
Die Erdwärmekampagne des Bundes erreicht eine neue Phase. Die Verabschiedung und Anpassung von Gesetzen und die Einrichtung von Förderprogrammen stimulieren bundesweit zahlreiche neue Tiefengeothermieprojekte. In einem nächsten Schritt können mit einer Industrialisierung der Geothermie die heimische Wertschöpfung und die Resilienz der Wärmeversorgung relevant und in volkswirtschaftlicher Dimension gestärkt werden. Dafür müssen Einzelprojektansätze in regionales Handeln überführt, Optimierungen auf der technologischen Ebene umgesetzt und Hemmnisse weiter abgebaut werden. So muss die Geothermie auch bei fallenden Gaspreisen die wirtschaftlichste Option für die Endverbraucher werden. In der Session werden die kostensensitiven Bereiche in der Tiefengeothermie - Reservoirerschließung, Bohrtechnik und Fernwärmenetz - vorgestellt und diskutiert.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) präsentiert zusammen mit dem Projektträger Jülich den neuen Innovationswettbewerb Energiequartiere. Er soll wichtige Impulse für die Modernisierung im Bestand setzen: In drei Wettbewerbsphasen DESIGN, BUILD und OPERATE werden innovative Konzepte für lebenswerte und klimaneutrale Quartiere entwickelt, vor Ort umgesetzt und im laufenden Betrieb optimiert. Der Wettbewerbscharakter wird dabei über die gesamte Laufzeit aufrechterhalten: Innovationskonsortien bestehend vor allem aus Energieversorgern, Wohnungswirtschaft und Forschungspartnern messen sich untereinander, streben nach der besten Lösung – und profitieren gleichzeitig von dem Exzellenz-Netzwerk, das sie miteinander bilden.
In der Session sprechen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Energie, Wohnungswirtschaft und Städte/Kommunen. Sie beleuchten die Herausforderungen, denen sich Quartiere heute und in Zukunft stellen müssen, und zeigen auf, welche Chance der Innovationswettbewerb Energiequartiere eröffnen kann.
Lernen Sie den Innovationswettbewerb Energiequartiere kennen und bewerben Sie sich ab Mai 2026.
Einführung
Dr. Rodoula Tryfonidou, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Innovationswettbewerb Energiequartiere
Ann Köbler, Projektträger Jülich (PtJ)
Dr. Katharina Simon, Bergische Universität Wuppertal
Perspektiven Energieversorger und Wohnungswirtschaft
Dr. Matthias Dümpelmann, 8KU Eine Kooperation von 8 kommunalen Energieunternehmen
Michel Böhm, GdW Die Wohnungswirtschaft Deutschland
Moderation
Dr. Stefan Krengel, Projektträger Jülich (PtJ)
Bis 2045 muss auch der Verkehrssektor klimaneutral werden. Die Menschen in Deutschland stehen dabei vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen und verfügen über unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten.
Auf Basis eines umfassenden Datensatzes der infas 360 wurden 11 unterschiedliche Lebenslagen differenziert. Dieser Datensatz enthält relevante Informationen zu ÖPNV-Verfügbarkeit, E-Auto-Besitz, Einkommen oder Alter oder zu allen Wohngebäuden in Deutschland.
Der bewährte Persona-Ansatz des Sozial-Klimarats wurde speziell auf die Handlungsmöglichkeiten in der Mobilitätswende und der Antriebswende angewendet. Dadurch lassen sich sozialer Unterstützungsbedarf und politische Handlungsmöglichkeiten für den Ausbau von ÖPNV oder E-Auto-Förderprogramme erkennen.
Versorgungssicherheit – im Energiesektor rückt sie wieder stärker in den Fokus. Die Gründe sind vielfältig: Geopolitische Umbrüche, das Erstarken nationalistischer Politikkonzepte, konfrontativere Wirtschaftsstrategien, die Eingrenzung des globalen Freihandels durch Zölle und eine erodierende Wirkmacht globaler Institutionen zählen dazu. Resilienz war und ist eine der zentralen Anforderungen an die Energiewirtschaft und damit die Energiewende. Häufig gewährleisten schon jetzt europäische Kooperationen eine sichere Versorgung mit Strom, Wärme, Brenn- und Grundstoffen, wie es sich z.B. beim Frequenzerhalt im Stromsystem oder der Versorgung der Bevölkerung mit Gas und Öl zeigt. Angesichts der genannten Herausforderungen blickt die Akademieninitiative „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) in dieser Veranstaltung auf die Vernetzung zukünftiger Versorgungsinfrastrukturen: Wo besteht Anpassungsbedarf? Wie kann die Energiewende zu mehr Resilienz führen? Welche innereuropäischen Schnittstellen sind zu stärken? Wie lassen sich Lieferbeziehungen diversifizieren? Welche Lehren lassen sich aus der aktuellen Situation z.B. für den Aufbau der Infrastrukturen für klimaneutrale Energieträger ziehen? Dies sind Fragen, die ESYS mit Expert:innen und Teilnehmenden auf den Energietagen diskutiert.
Die Nutzung der oberflächennahen Geothermie in Nahwärmesystemen bietet häufig gute Perspektiven zur Transformation der Wärmeversorgung in dicht bebauten urbanen Gebieten.
Um Klimaziele im Gebäudebereich in Deutschland kurz- und mittelfristig zu erreichen, ist eine deutlich größere Marktdurchdringung von Wärmepumpensystemen im Gebäudebestand und die Nutzung von der oberflächennahen Geothermie zwingend erforderlich. Um die Wärmeversorgung zukunftsfähig zu gestalten und ihre Transformation zu forcieren, wurden in Forschungsvorhaben „Urban Ground Heat“ vielfältige Lösungen erarbeitet.
Für Beispielprojekte wurden auf Basis von modellbasierten Potentialuntersuchungen und Vorplanungen die Umsetzbarkeit für bestehende Quartiere von Energieversorgern erarbeitet. Eine reale Umsetzung wurde vorbereitet. Hierzu wurden detailliert die technischen, regulatorischen und ökonomischen Anforderungen in den untersuchten Quartieren identifiziert und bewertet. Darüber hinaus ist ein Leitfaden entwickelt und sind diverse Planungswerkzeuge erweitert oder erstellt worden.
Mit diesen Ergebnissen versetzen wir Versorger und Kommunen in die Lage, Geothermieprojekte im Bestand effizienter und zielgerichtet zu realisieren. In der Session werden die Ergebnisse des Forschungsvorhaben „Urban Ground Heat“ vorgestellt. Mit „Co2Ol Island“ wird abschließend ein Ausblick gegeben, wie Geothermie bei der Klimawandelfolgenbegrenzung eingesetzt werden könnte.

