Die Leitveranstaltung für Energiewende und Klimaschutz findet in 2026 vom 15. bis zum 17. April digital sowie vom 4. bis 6. Mai in Präsenz in Berlin statt. Hier sehen Sie das umfangreiche Gesamtprogramm mit über 110 — kostenfreien — Einzelveranstaltungen unterschiedlichster Institutionen, zu denen Sie sich ab sofort anmelden können. Unser Filter hilft Ihnen dabei, das Programm nach Ihren eigenen Interessen zu sortieren sowie nach konkreten Themen oder den wieder rund 600 Speaker:innen im Volltext des Programms zu suchen. Legen Sie die Events mit einem Klick in den Warenkorb und buchen Sie Ihren Besuch noch heute! Fragen zur Buchung beantworten wir Ihnen in unserer umfangreichen FAQ.
Die Session bietet einen kompakten Überblick über die Produktpalette des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Energiebrache. Von der Wettervorhersage, über klimatologische Produkte und Netzwerkaktivitäten bis hin zu Forschung und Entwicklung werden Einblicke in verfügbare Produkte wie beispielsweise Warnmeldungen für Übertragungsnetzbetreiber oder Strahlungsdatensätze für PV und aktuelle Projekte wie zum Beispiel zu Wake- und Sonnenfinsternis-Effekten in der Wettervorhersagegegeben. Das vom DWD koordinierte nationale Copernicus Netzwerkbüro Energie stellt die kostenfreien Copernicus-Daten und Dienste vor und gibt einen kurzen Einblick in Anwendungsbereiche.
Das Thema Energiekosten und Energieverbrauch steht im Fokus, wenn es um Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung geht:
Die Antworten auf diese Fragen beeinflussen den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens direkt. Besonders bei energieintensiven Herstellungsprozessen, können durch den Einsatz von erneuerbarer Energie positive Effekte für Umwelt und Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Dafür müssen aber Flexibilisierungspotentiale zur Deckung des Energiebedarfs ermittelt und praktisch umgesetzt werden.
Aber wie kann Energieeffizienz systematisch erschlossen werden? Wie kann der Einsatz Erneuerbare Energieträger und Speicherlösungen den Autarkiegrad wirtschaftlich sinnvoll erhöhen? Welche Funktion kommt dabei dem zertifizierten Energiemanagement zu? Auf diese Fragen geht der Vortrag Philipp Mall, Energieingenieur und Experte für Abwärmenutzung sowie Energiemanagement ein. Dabei wird an Beispielen aus der Praxis gezeigt, wie Unternehmen und Organisationen Flexibilisierung als wirtschaftlichen Hebel Schritt für Schritt umsetzen können.
Die Energiewende entscheidet sich vor Ort – und Verteilnetze spielen dabei eine Schlüsselrolle. Doch wo funktionieren lokale Versorgungskonzepte wie Mieterstrom und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV) heute bereits gut? Wo hakt es und warum?
Im Webinar präsentieren wir exklusive Ergebnisse einer großen Umfrage unter Betreiber*innen solcher Projekte in Deutschland. Sie geben einen einmaligen Einblick, wie lokale Energiekonzepte praktisch umgesetzt werden und welche Rahmenbedingungen den Unterschied machen.
Auf dem Podium diskutieren Vertreter*innen der BNetzA, eines Verteilnetzbetreibers, einer Vorreiter-Kommune, der DUH und von Octopus Energy über Erfolge, Herausforderungen und Wege, wie Verteilnetze zu echten Treibern der Energiewende vor Ort werden können.
Die Transformation des Gebäudebestands steht zunehmend unter ökonomischem Druck: steigende Bau- und Betriebskosten, begrenzte Investitionsspielräume, CO₂-Bepreisung sowie Unsicherheiten bei Umlagefähigkeit und Förderung. Vor diesem Hintergrund rückt die Wirtschaftlichkeit von Effizienzmaßnahmen im Bestand in den Mittelpunkt.
Vor diesem Kontext initiiert die noventic group das Panel, um die Diskussion auf einen zentralen Punkt zu lenken: Wirtschaftlichkeit entsteht nur auf Basis belastbarer Daten. Effizienzmaßnahmen im Gebäudebestand müssen heute so angelegt sein, dass sie Transparenz schaffen, Entscheidungen absichern und Priorisierung ermöglichen – bevor größere Investitionen ausgelöst werden.
Ziel des Panels ist es, zu diskutieren, wie digitale, geringinvestive Retrofit-Lösungen als erster Schritt dazu beitragen können, Gebäude zu digitalisieren, Betriebszustände analysierbar zu machen und darauf aufbauend Optimierungspotenziale zu heben. So lassen sich Betriebskosten senken, Investitionsentscheidungen faktenbasiert vorbereiten und Maßnahmen schrittweise umsetzen – unter Berücksichtigung von Umlagefähigkeit, Förderung und der Zielgröße bezahlbarer Wohnraum.
Die sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) ist eines der großen Megathemen unserer Zeit sowie Transformationstreiber sondergleichen und macht auch vor Schulen und Bildungseinrichtungen nicht halt. Sie hat dabei das Potential, nicht nur grundlegende Prozesse umzugestalten, sondern auch unser Denken über Bildung an sich. Und das auch im Bereich von Nachhaltigkeits-, Umwelt und Klimabildung bzw. im Bereich BNE.
Das Vernetzungsprojekt des Landes Berlin für seine Stakeholder im Bereich Klimabildung kommt regelmäßig zu digitalen Vernetzungs-Lunches zusammen, um aktuelle Themen zu diskutieren und sich auszutauschen. Mit dem Schwerpunkt "KI" findet dieses Treffen nun erstmals im Rahmen der Energietage statt, um die Diskussionsrunde aufgrund des grundlegenden Charakters unseres Themas über Berlin hinaus zu öffnen und einerseits den Blick über den Tellerrand für Berliner Stakeholder zu ermöglichen, andererseits Interessierte aus der ganzen Bundesrepublik in den Teller hineinschauen zu lassen und Kontakte knüpfen zu können.
Das Event richtet sich an alle Interessierten im weiten Feld der Nachhaltigkeitsbildung / Klimabildung, insbesondere bei außerschulischen Bildungsträgern tätige Menschen sowie Verwaltungen, Geldgeber und Innovateure im Bildungsbereich.
Kommen Sie einfach vorbei und bringen Sie sich sowie Ihre Fragen und Themen ins offene Gespräch ein! An einem kurzen Programm mit 3 knackigen Inputs zu grundlegenden Perspektiven arbeiten wir aktuell noch, Sie finden dieses sukzessive hier.
Die Energiewende im Haushalt wird komplexer – und gleichzeitig persönlicher. Welche politischen und systemischen Rahmenbedingungen prägen das Verhalten von Prosumer‑Haushalten heute? Wie verändern PV‑Anlagen den Umgang mit Strom sowie Motivation und Autarkie‑Ansprüche? Die Veranstaltung bündelt aktuelle Erkenntnisse zu Reboundeffekten, Verbrauchstransparenz und neuen Tools für Beratung und Orientierung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Hebel wirken wirklich, damit Haushalte effizienter, bewusster und energiesystemdienlicher agieren? Ein kompakter Deep‑Dive für alle, die PV‑Haushalte besser verstehen – und Beratung auf die nächste Stufe heben wollen.
Veranstaltet wird die Session von co2online, IÖW und ifeu – den Verbundpartnern des Forschungsprojekts ProSuffizienz – sowie dem assoziierten Projektpartner Solarzentrum Berlin / DGS.
Steigende Energie- und Lebensmittelpreise, hohe Sanierungskosten oder der CO₂-Preis treffen vor allem Menschen mit wenig finanziellem Spielraum. Für viele Haushalte wird es an mehreren Stellen gleichzeitig eng: beim Heizen und Stromverbrauch, beim Einkauf oder auf dem Weg zur Arbeit. Häufig bedeutet das, im Alltag Kompromisse machen zu müssen.
Wo Klimaschutzmaßnahmen in den Alltag der Menschen eingreifen, wird es konkret. Genau dort entstehen aber auch neue Chancen, Klimaschutz und Soziales besser zusammenzudenken und die Handlungsspielräume von Menschen zu erweitern.
Wie können Maßnahmen so gestaltet werden, dass sie Haushalte entlasten und gleichzeitig zum Klimaschutz beitragen? Welche Rolle spielen Politik, Infrastruktur und konkrete Angebote vor Ort im Alltag? Was ist bei der Umsetzung wichtig?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Veranstaltung. Nach einem kurzen Einblicken in aktuelle Forschungsergebnisse diskutieren wir mit Ex-pert:innen, welche Ansätze soziale Gerechtigkeit in der Klimapolitik stärken können.
Die bundesweite Energieeffizienz-Expertenliste startete 2011 für den Wohn- und Nichtwohnbereich. Aktuell umfasst sie insgesamt ca. 22.000 nachweislich qualifizierte Expertinnen und Experten.
2023 wurde diese Liste um den Bereich „Anlagen & Prozesse“ erweitert. Durch diese Erweiterung können qualifizierte Experten und Expertinnen in die Energieeffizienz-Expertenliste angeben, dass sie beim Stellen von Förderanträgen für die „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ unterstützen können.
Durch das Anpassen sowie Absichern von Qualifikationsstandards soll die Beratungsqualität für die Bundesförderung gesteigert und damit die Erfolgsquote bei der Fördermittelakquise von Unternehmen verbessert werden.
Ganz bestimmt wird es auch im kommenden Sommer wieder heiß. Was man bei Hitze tun kann, um sich das Arbeiten zu erleichtern, sagt ja eigentlich schon der gesunde Menschenverstand. Aber Hitze wirkt nicht nur auf die Schweißdrüsen, sondern möglicherweise auch auf das Versicherungsportfolio des Betriebes – weil nämlich der hitzebedingte Schwächeanfall eines oder einer Beschäftigten als Unfallauslöser Haftungsfragen aufwerfen kann. Ein Grund mehr also, nicht nur kalten Tee auszugeben.
Mittlerweile gibt es eine Vielfalt von Hitzeaktionsplänen, die bis zu 300 Seiten stark sind. Werden die tatsächlich auch gelesen, und wenn ja, von wem? Garantiert nicht von denjenigen, die morgens um 7 die Baustellenbelegschaft planen müssen und gerade den Wetterbericht gehört haben. Für die gibt es
HAP Handwerk
Alles, was man in einer Führungsposition zum Thema Hitze, Hitzeschutz, Arbeitssicherheit und arbeitsrechtliche Pflichten wissen muss, wird in 6 Modulen mit einem Zeitaufwand von 3 x 3 Stunden vermittelt. Das ist ein Aufwand, den man sich auch im Handwerk leisten kann, wenn man seiner Sache in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandels sicher sein will
Auch in 2026 führen wir unsere erfolgreiche NETWORKING GAME NIGHT fort, die neben dem digitalen Kongressprogramm auch die Möglichkeit zu lockerem Networking in bunten (Gaming-)Gruppen bietet. Kommen Sie gerne nach Feierabend dazu, um am Eröffnungstag der Energietage alte Kontakte zu pflegen und neue spannende Menschen aus den Bereichen Energiewende und Klimaschutz kennenzulernen.
Unsere professionelle Moderation, selbst Spielentwickler und Bildungsdidaktiker, führt Sie dabei durch mehrere digital-fähige Networking-Spiele, teilweise mit Klimathema, die Sie in unterschiedlichen Gruppen zusammenbringen, und das mit viel Spaß, Ironie und gleichzeitig inhaltlicher Tiefe. Die beste Möglichkeit, um auch vom heimischen Arbeitsplatz aus einen digitalen Konferenztag ausklingen zu lassen — oder erst so richtig loszulegen mit den Energietagen.
Sollten Sie erst später dazukommen können ist ein Einstieg in die Game Night (fast) jederzeit möglich.
Konflikte haben bei Energie-Infrastrukturprojekten in Deutschland Hochkonjunktur. Landauf landab sind Proteste der Bevölkerung gegen entsprechende Planungen gängige Praxis. Sie verzögern nicht nur die Umsetzung. Sie verteuern sie auch. Die Kosten für Konflikte, die Unternehmen durch die fehlende Akzeptanz der Bürger für Vorhaben entstehen, die die Energiewende voranbringen sollen, sind enorm. Eskalieren die Konflikte, können diese rasch explodieren.
Die Akzeptanz von Energie-Infrastrukturprojekten ist deshalb für die Energiewirtschaft keine Nebensache, sondern Chefsache. Sie verlangt von den Planern einen Perspektivwechsel. Es geht darum, Energie-Infrastrukturprojekte mit den Bürgern statt für die Bürger zu gestalten. Die Vorhabenträger dürfen die Bürger, die sich aktiv an der Planung beteiligen wollen, nicht als Sandkorn im Getriebe verstehen. Sie sind vielmehr der Öltropfen, der für ein reibungsloses Funktionieren vonnöten ist.
Der Vortrag vermittelt anhand anschaulicher Praxisbeispiele aus dem Projektalltag, wie eine erfolgreiche Akzeptanzkommunikation für Energie-Infrastrukturprojekte aussieht. Er richtet sich an alle Verantwortlichen, die mit der Planung, Genehmigung und Durchführung entsprechender Vorhaben befasst sind.
Seit 2007 zeichnet die Deutsche Energie-Agentur (dena) besonders erfolgreiche Projekte für Energieeffizienz und Klimaschutz aus. Gesucht werden private oder öffentliche Unternehmen, die mit innovativen Effizienzmaßnahmen und wirksamen Klimaschutzprojekten die Transformation aktiv vorantreiben.
Sie interessieren Sie für eine Teilnahme oder möchten sich zunächst über die Möglichkeiten und Voraussetzungen informieren? Lassen sich von spannenden Praxis-Einblicken zweier Preisträger 2025 inspirieren: KIS GmbH & Co. KG und Pöppelmann GmbH & Co. KG.
Das sind unsere Kategorien, in denen Beiträge eingereicht werden können:
Move forward! – Integrierte Strategien und Maßnahmen für Klimaneutralität
Ausgezeichnet werden ganzheitliche Klimaschutzstrategien mit konkreten Projekten, die maßgeblich zur Dekarbonisierung und zum Erreichen von Klimaneutralität beitragen.
Go smart! – Energieeffizienz durch Technologien und Digitalisierung
Prämiert werden innovative Technologien und digitale Lösungen, die nachweislich Effizienzpotenziale erschließen und Energieverbräuche nachhaltig senken.
Act together! – Zusammenarbeit für wirksame Energieeffizienz- und Klimaschutzprojekte
Gewürdigt werden erfolgreiche Kooperationen – etwa mit Energiedienstleistern oder Finanzierungspartnern –, die ambitionierte Projekte ermöglichen und beschleunigen.
Zusätzlich nominiert die Jury aus allen Bewerbungen geeignete Projekte für den Publikumspreis: Pioneer – Publikumspreis für kleine und mittlere Unternehmen
Der Publikumspreis honoriert das besondere Engagement von kleinen und mittleren Unternehmen. Der Preisträger wird per Publikumsvotum bestimmt.
Die Bewerbungsphase startet Anfang April und Ende Anfang Juni. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei.
Die Award-Verleihung findet am 09. November 2026 auf dem dena-Kongress in Berlin statt.
Der dena Energy Award wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.
Weitere Infos unter www.dena-energy-award.de.
Sehr viele indigene Gemeinden im Amazonasgebiet haben keinen Zugang zum öffentlichen Stromnetz. Um eigene Lösungen voranzubringen, versuchen viele indigene Organisationen, Strategien und Initiativen zur Förderung des Einsatzes dezentraler erneuerbarer Energien im Amazonasgebiet zu entwickeln und voranzutreiben. Solche Ansätze sind an die lokalen Gegebenheiten angepasst und werden von den Gemeinden selbst umgesetzt – so wie die Installation von kleineren Solarstromanlagen zur Energie-Grundversorgung. Diese sollen die oftmals gegebene Abhängigkeit von der Nutzung teurer wie gesundheits- und umweltschädlicher Dieselgeneratoren und Kerosinlampen verringern oder ersetzen.
Der Zugang zu sauberer und kostengünstiger Energie trägt zur Stärkung der Energieautonomie und Verbesserung der Lebensqualität in den indigenen Gemeinden bei. Er stattet die indigenen Bewohner*innen des Regenwaldes zudem mit den notwendigen Werkzeugen aus, um ihr Land besser überwachen und vor Bedrohungen schützen zu können. Über digitale Kommunikationssysteme können sie die interne Koordination und Abstimmung mit Verbündeten verbessern, sich Gehör verschaffen und ihre Präsenz in angestammten Territorien stärken, die wachsendem Druck von außen ausgesetzt sind. Dergestalt ist die Nutzung dezentraler Solartechnik auch ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Rechte und Selbstbestimmung indigener Völker - und damit auch ihres Einsatzes für den Schutz des amazonischen Regenwaldes in einer Zeit, in der ihre Führungsrolle im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise unerlässlich ist.
Die Veranstaltung soll einen Beitrag dazu leisten, die Notwendigkeit, Potenziale und bisherige Erfahrungswerte aus der Praxis der Nutzung von Solarenergie in Amazonien besser einschätzen zu können. Gleichsam versteht sich die Veranstaltung als offener Dialog und Austausch darüber, wie eine "Solarkooperation" zwischen Berlin und den indigenen Munduruku vom mittleren Tapajos im brasilianischen Amazonasgebiet als ein (weiterer) konkreter Ansatz für ein aktives landespolitisches Engagement angegangen und umgesetzt werden könnte. Seit Mitte 2022 werden die Munduruku über die Initiative "Berlin aktiv im Klima-Bündnis" aus Mitteln des Landes Berlin unterstützt.
Hintergrund:
Die Umstellung der Energieversorgung weg von nuklearen und fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz ist angesichts der globalen Klimakrise alternativlos. Doch ist dies nicht nur eine Umwelt- und technische Herausforderung – denn Energie- und Klimapolitik muss sich am Konzept und Leitmotiv der globalen Klimagerechtigkeit orientieren. Dies bedeutet, dass nach dem Verursacher*innenprinzip Länder, die die Hauptverantwortung an der menschengemachten Erderwärmung tragen, in der Verantwortung stehen, global für die Folgen und Schäden des Klimawandels einzustehen und andere unterstützen müssen, die am stärksten betroffen sind.
Die Regionen, die bisher am stärksten von den drastischen Auswirkungen der globalen Umweltkrise betroffen sind und sich dagegen am wenigstens zur Wehr setzen können, liegen im Globalen Süden. Gleichsam tragen die dort lebenden Menschen aber am wenigsten Verantwortung für die globale Umweltkrise. Denn deren Hauptverursacher (historisch und bis heute) sind die (Industrie)Länder des Globalen Nordens mit ihrer klimaschädliche Lebensweise, die auf einem immens hohen Verbrauch an fossilen, mineralischen wie agrarischen Rohstoffen basiert.
Das größte Regenwaldgebiet der Erde ist der Amazonas-Regenwald. Wird der Regenwald weiter abgeholzt, kann die globale Erderwärmung und das Artensterben nicht gebremst werden. Im gesamten Amazonasgebiet sehen sich die im und vom Wald lebenden indigenen Völker und traditionellen Gemeinschaften jedoch mit der fortschreitenden Zerstörung ihrer Lebensgrundlage, des Regenwaldes, konfrontiert. Eine wirksame Barriere gegen Entwaldung ist vor allem dort gegeben, wo die Rechte der Bewohner- und Bewahrer*innen des Waldes auf eigene Territorien respektiert und geschützt werden.
Dazu einen substanziellen Beitrag zu leisten, liegt auch in der globalen Verantwortung des Landes Berlin. Begründet auf der „gemeinsamen aber unterschiedlichen Verantwortung“ für den Erhalt der Erdatmosphäre und dem damit verbundenen Schutz der Regenwälder setzt sich die Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ für die Etablierung einer langfristig angelegten Partnerschaft Berlins mit dem indigenen Volk der Munduruku im Einzugsgebiet des Flusses Tapajós im westlichen Bundesstaat Pará des brasilianischen Amazonas ein.
Bürokratie ist überall und besonders auch im Energiesektor vorhanden – bei Förderprogrammen, Nachweispflichten, dem Eich- und Messwesen, Netzentgeltregulierung und vielem mehr. Die Frage ist: Muss das sein? Oder sind das Traditionen aus einer Zeit vor der Liberalisierung des Elektrizitätsmarkts, der Digitalisierung oder der künstlichen Intelligenz?
Es besteht eine gewisse Sensitivität für den Vollzugsaufwand der öffentlichen Hand – dieser wird als Prognose jedem Gesetzesvorschlag vorangestellt und Haushaltskürzungen erhöhen den Druck, diesen zu reduzieren. Aber auch Unternehmen und Verbraucher:innen sind von hohem Verwaltungsaufwand betroffen. Praxiserfahrungen zeigen, dass hohe bürokratische Anforderungen oft nicht durch eigene Mitarbeiter:innen abgedeckt werden können und eher wie ein Konjunkturprogramm für teure Beratungsunternehmen wirken. In manchen Firmen sind auch eigene Personen notwendig, nur um nicht betriebsnotwendige Berichtspflichten z.B. für Subventionen zu erfüllen. Unsere Evaluation der Strompreiskompensation zeigt, dass Nachweispflichten als Bürokratiekosten die Inanspruchnahme von Förderprogrammen und damit deren Wirksamkeit sowie die Steuerbarkeit der Programme reduzieren.
Können wir als Gesellschaft auch im Angesicht einer abnehmenden Transformationsbereitschaft und zunehmendem Transformationsdruck diesen Wirkungsverlust noch leisten? Wie viele Nachweise brauchen wir wirklich? Können administrative Vereinfachung und Bürokratieabbau in der Förderpraxis vielleicht sogar einen Klimaschutzhebel darstellen?
Diese und anknüpfende Fragen wollen wir im Rahmen eines Online-Panels aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und diskutieren.
Gerade in den Städten lebt ein Großteil der Menschen zur Miete – der Zugang zu selbst erzeugtem Ökostrom vom "eigenen" Dach bleibt daher oft begrenzt. Wie können Mieter:innen stärker an der Energiewende teilhaben?
In dieser Session zeigen wir, welche Chancen Mieterstrom und Quartierswärme spielen. Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) könnten rund 20 Millionen Menschen von Mieterstrom profitieren. Warum bleibt dieses riesige Potenzial bislang weitgehend ungenutzt?
Neben regulatorischen Hürden und komplexen Genehmigungen kommt jetzt ein weiterer kritischer Faktor hinzu: die EEG‑Reform 2027. Der angekündigte Wegfall der Solarförderung droht neue Mieterstromprojekte wirtschaftlich auszubremsen – besonders im kleinen und mittleren Maßstab.
Wir präsentieren Ergebnisse einer neuen IW‑Köln‑Studie im Auftrag von Green Planet Energy, die zeigt, was das Ende der Einspeisevergütung für Mieterstrom bedeutet. Wir stellen Lösungsansätze vor, teilen Erfahrungen aus der Praxis und diskutieren mit Politiker:innen und Expert:innen, worauf es jetzt ankommt.
Ein Praxisbeispiel zeigt, was heute schon möglich ist – und warum wir dringend mehr solcher Projekte brauchen: In einem Mehrfamilienhaus mit 30 Sozialwohnungen in Aldenhoven arbeiten PV‑Anlage, Wärmelösung, Batteriespeicher und intelligente Steuerung im Bestand Hand in Hand. Genau solche Projekte dürfen durch den Wegfall der Förderung nicht unwirtschaftlich werden – denn sie zeigen, wie die Energiewende sozial funktioniert.
Die zentrale Frage: Wie skalieren wir Mieterstrom und Quartiersmodelle so, dass noch mehr Menschen in unseren Städten von grüner, günstiger Energie profitieren?
Die Folgen des Klimawandels sind längst im Alltag der Kommunen angekommen. Anpassung ist keine Option mehr, sondern eine zentrale und komplexe Zukunftsaufgabe, die zahlreiche Handlungsfelder betrifft: von Stadtplanung über Gesundheit bis hin zu Mobilität und Kultur. Dabei reicht es nicht aus, Klimarisiken allein räumlich zu betrachten: Mit dem Ziel, Umwelt und Menschen resilient gegenüber Klimafolgen aufzustellen, ist Klimaanpassung auch immer eine soziale Frage.
Vor diesem Hintergrund diskutiert die Veranstaltung, wie Klimaanpassung und soziale Gerechtigkeit miteinander verknüpft sind, und zeigt konkrete Gestaltungsmöglichkeiten einer sozialgerechten Transformation auf. Anhand von drei Beispielen wird deutlich gemacht, wie sozialgerechte Ansätze dazu beitragen, Ungleichheiten nicht zu verschärfen, sondern gezielt abzubauen und Resilienz für alle zu stärken.
In einem interaktiven Podiumsgespräch werden unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht und zentrale Fragen diskutiert: Wie kann sozialgerechte Klimaanpassung konkret gelingen? Welche neuen Ansätze braucht es? Und wie schaffen wir Lösungen, die wirklich alle erreichen?
Großstädte mit über 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2026 ihre Wärmepläne vorlegen. Viele Kommunen mit abgeschlossenem Wärmeplan stehen vor der Frage, wie konkrete Maßnahmen umgesetzt werden können. Dabei kristallisiert sich heraus: Wärmenetze sind der Dreh- und Angelpunkt in vielen Wärmeplänen. Sie ermöglichen die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien, Abwärme und innovativer Technologien wie Großwärmepumpen.
Tilia, als Dienstleistungs-, Entwicklungs- und Beratungsunternehmen, begleitet den Prozess der Wärmewende von der Idee, über Wärmepläne, Machbarkeitsstudien bis hin zur investiven Umsetzung und Realisierung sowie langfristigen Wärmeversorgung.
INFRA, als intelligenter Digitaler Zwilling schließt die entscheidende Lücke zwischen reiner Kartenvisualisierung und wirtschaftlicher Planung und ermöglicht es, Wärmenetze zu wirtschaftlich zu analysieren, Verdichtung und Ausbau zu simulieren - alles in einem integrierten System. INFRA liefert belastbare Darstellungen digital simulierter Wärmeprojekte: vom Wärmebedarf, über Wärmeliniendichten, über automatisierte Trassenverlegung bis zum dynamischen Hausanschlussgrad, für Versorger und Kommunen und natürlich für alle, die planen.
Gemeinsam zeigen wir, wie die Wärmeplanung als Startknopf für die Wärmetransformation richtig genutzt werden kann.
Die Energiewende stellt Kommunen, Stadtwerke und Wohnungsunternehmen vor komplexe, oft miteinander verflochtene Herausforderungen. „Energiewende Unlocked“ bietet einen strukturierten, sozialwissenschaftlich fundierten Rahmen, in dem operative Entscheider*innen zentrale Herausforderungen analysieren, Perspektiven vergleichen und gemeinsam Ansatzpunkte für wirksame Strategien entwickeln.
Das Format kombiniert moderierte Reflexionssequenzen, kurze analytische Impulse und interaktive Methoden aus der sozialwissenschaftlichen Praxisforschung. Die Teilnehmenden gewinnen einen klaren Blick darauf, welche strukturellen Faktoren ihre Arbeit beeinflussen, wie andere Organisationen vergleichbare Situationen bewältigen und welche Kooperationen oder Ressourcen für die nächsten Schritte entscheidend sein können.
Im Mittelpunkt steht die strukturierte Auseinandersetzung mit realen Herausforderungen – von organisatorischen Engpässen bis zu strategischen Zielkonflikten. Durch den Vergleich unterschiedlicher Herangehensweisen werden Muster sichtbar, die helfen, eigene Prozesse besser einzuordnen und gezielt weiterzuentwickeln.
Das Format schafft einen geschützten Rahmen für ehrliche Gespräche, neue Perspektiven und konkrete Impulse für die eigene Arbeit. Wer teilnimmt, profitiert von kollektiver Erfahrung, erweitert sein Netzwerk und erhält Orientierung für die nächsten Schritte in der kommunalen und sektorübergreifenden Transformation.
Stell dir vor, Energie macht genauso viel Spaß wie Musik-Streaming und ist so einfach wie Online-Banking. Du kannst Energie nach deinen Bedürfnissen steuern, aktiv kontrollieren und Erlebnisse schaffen, die sie persönlich machen - und gleichzeitig die Transformation der Branche mitgestalten.
Neo Energy ist die Tech-Revolution, die Fintech vor 9 Jahren erlebt hat. Bradley Mundt zeigt, wie Neo Energy eine dritte Dimension freischaltet: nicht nur wann Strom fließt, sondern wo er wirkt und wie Kunden ihn optimal nutzen können. Prozesse werden automatisiert, Daten intelligent genutzt und Costumer Experience neu definiert.
Bradley Mundt transportiert die Idee der Transformation der Energiewirtschaft, von der old-economy „Strom an, Strom aus“ bis zu Neo Energy. Im Tech-Lab-Konzept beschreibt er den Weg dorthin, zeigt konkrete Schritte, Learnings und Stolpersteine und macht deutlich, wie der Kunde in den Mittelpunkt rückt, Komplexität reduziert wird und die Energiewende gemeinsam mit Partnern aktiv gestaltet werden kann.
Deutschland läuft Gefahr, die gestellten CO2-Minderungsziele in 2030 und danach deutlich zu verfehlen. Ein zu geringer Beitrag für den internationalen Klimaschutz und massive Strafzahlungen an die EU wären die Folge. Ein Grund dafür ist, trotz eines im Juli 2024 novellierten Klimaschutzgesetzes, das überwiegende Ausbleiben einer konsistenten Governance - im Bund, bei den Ländern und in den Kommunen. Die VertreterInnen der heute hier anwesenden Klimabeiräte bzw. Klimaschutzräte der Länder wollen exemplarisch auf die Defizite im Bereich der Sektorenziele, beim Monitoring, bei der Beteiligung der Gesellschaft und der politischen Verantwortlichkeit hinweisen und verbesserte Umsetzungsstrukturen der Klimaschutzziele diskutieren.
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