Grußworte zu den Energietagen 2019

Peter Altmaier

Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Berliner Energietage begleiten die Energiepolitik seit nunmehr 20 Jahren! Lässt man die Zeit Revue passieren, wird deutlich: Die Energiewende ist eine große Chance für Deutschland. Sie ist Teil einer gesamtwirtschaftlichen Modernisierungsstrategie, die umfangreiche Investitionen auslöst. Dabei werden wir den marktwirtschaftlichen Wettbewerb weiter nutzen und den Transfer von Innovationen aus der Energieforschung in den Markt intensivieren.

Besonders im Fokus steht der Gebäudebestand. Uns ist bewusst, dass eine positive Entwicklung in diesem ­Sektor nur im Konsens mit Gebäudeeigentümern, Unter­nehmen und Mietern zu erreichen ist. Die Veranstaltungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden sich deswegen zukunftsfähiger Lösungen widmen und der Frage, wie diese sozial gerecht, ausgewogen und mit den richtigen Rahmenbedingungen für den Markt ausgestaltet werden können.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche und informative Berliner Energietage 2019!

Ihr Peter Altmaier

Svenja Schulze

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Paris haben wir uns verpflichtet, bis 2050 unsere Wirtschaft und unser Leben schrittweise treibhausgasneutral zu machen. Der Klimaschutzplan 2050 zeigt uns den Weg dorthin. Als Umweltministerin werde ich darauf achten, dass alle ihren Beitrag leisten: Energiewirtschaft, Verkehr, Gebäude, Industrie und Landwirtschaft. Hier werden die jeweiligen Ministerien konkrete Maßnahmen vorlegen. Was mir besonders wichtig ist: Sie müssen sozialverträglich sein.

2019 ist ein Jahr der Entscheidungen. Mit dem Ausstieg aus der Kohle und den Weichenstellungen für den Strukturwandel in den betroffenen Regionen wollen wir bei Klimaschutz und Energiewende wieder Vorreiter werden. Damit sichern wir Wohlstand, Wachstum und eine gesunde Umwelt für die kommenden Generationen.

Die Berliner Energietage zeigen in ihrem 20. Jahr einmal mehr, welche innovativen Ideen zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Veranstaltung.

Ihre Svenja Schulze

Horst Seehofer

Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Energiewende im Gebäudebereich ist eine große Aufgabe. Und sie ist nicht die einzige: Die Verringerung des Energiebedarfs und die Nutzung erneuerbarer Energien müssen mit weiteren Zielen in Einklang gebracht werden. Bezahlbares Bauen und Wohnen, Energieeffizienz und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Technologieoffenheit, Wirtschaftlichkeit und Freiwilligkeit sind weitere Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat geht diese Ziele durch eine Vielzahl von Maßnahmen an – sei es mit einem künftigen Gebäudeenergiegesetz gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie oder durch innovative Ideen zur Erreichung der Klimaschutzziele. Grundsätzlich gilt: Klimaschutz sowie bezahlbares Bauen und Wohnen sind kein Widerspruch und müssen es auch nicht sein. Um diese gleichwertigen Ziele zu erreichen, bedarf es einer Vielzahl intelligenter politischer, technischer und wirtschaftlicher Lösungen. Die Innovationen, die wir dafür brauchen, werden bei den Berliner Energietagen vorgestellt und diskutiert.

Allen Teilnehmern wünsche ich intensive, gewinnbringende und spannende Berliner ENERGIETAGE 2019.

Ihr Horst Seehofer

Regine Günther

Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin

Liebe Berlinerinnen und Berliner,

die Berliner Klimaschutzpolitik gewinnt mit der Umsetzung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK 2030) deutlich an Tempo und Reichweite. Die Umsetzung der über 100 geplanten Maßnahmen ist jetzt angeschoben. Flankiert ­werden diese Maßnahmen unter anderem durch gezielte Förderprogramme des Landes Berlin. Für diesen ­Gesamtprozess trägt die Berliner Umweltverwaltung die Federführung. Bei Planung und Umsetzung der Maßnahmen des BEK 2030 arbeitet mein Haus eng mit den anderen Senats- und Bezirksverwaltungen zusammen.

Diese enge Zusammenarbeit streben wir auch mit der Zivilgesellschaft an, denn das anspruchsvolle Ziel eines klimaneutralen Berlins können wir nur erreichen, wenn sich hieran alle großen und kleinen ­Akteure beteiligen.

Ich lade Sie ein zum produktiven Austausch über den aktuellen Stand und die Perspektiven der Berliner Klimapolitik. Hierfür bieten die Berliner ENERGIETAGE seit nunmehr 20 Jahren ein hervorragendes Forum.

Ihre Regine Günther

Ramona Pop

Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem wir beim Ausbau der Erneuerbaren für die Stromversorgung ein gutes Stück vorangekommen sind, wollen wir die Verteilung und Nutzung von Strom sektorübergreifend, flexibel und effizient gestalten. Wachsende Metropolen spielen mit ihren Verbrauchs- und Mobilitätsmustern eine bedeutende Rolle und sind in großer Verantwortung, die Energiewende voran zu bringen. Berlin hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, um das Energiesystem der Stadt konsequent in Richtung Dezentralität, Flexibilität und Effizienz zu transformieren. Mit dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm und Maßnahmen wie dem Masterplan Solarcity, dem Kohleausstieg und der Begleitung des Verbundprojektes WindNODE arbeiten wir intensiv mit unseren Partnern an dieser Aufgabe.

Die Berliner Energietage sind ein zentrales Forum, um Akteure der Energiewende zu vernetzen und Herausforderungen für eine urbane Energiewende zu erörtern. Ich gratuliere zu ihrem 20-jährigen Bestehen und freue mich auf viele weitere Jahre, in denen wir gemeinsam Zukunftsfragen angehen.

Ihre Ramona Pop

Jürgen Pöschk

Geschäftsführer EUMB Pöschk, Initiator und Veranstalter der Energietage

Liebe Energietage-Community,

20 Jahre Energietage – als Veranstaltung eine Erfolgsgeschichte … Wie ist es aber bei Klimaschutz und Energiewende in Deutschland vorangegangen?

Außer beim steigenden Anteil erneuerbarer Energien ist es leider nicht gelungen, in der klimarelevanten Globalsteuerung Durchbrüche zu erzielen. Eine ­angemessene Senkung der CO2-Emissionen blieb aus. Auch bei der Internalisierung externer ­Kosten, der Energiedienstleistungswirtschaft, der Sanierung des Gebäudebestands und der Etablierung neuer Mobilitätsstrukturen – nirgends mehr als Kondensstreifen am Himmel.

Auf der individuellen Ebene sehen wir zahlreiche Reboundeffekte: Mehr SUV, mehr Wohnfläche, mehr Fernreisen. Verhalten und Konsumentscheidungen fressen – klimapolitisch – den technischen Fortschritt auf!

Ganz neue Perspektiven verbinden sich aktuell mit der Jugend. Zeichnen sich doch Umrisse einer sozialen Bewegung ab. Nehmen wir ihr berechtigtes ­Engagement ernst – nicht nur auf den Energietagen …

Ihr Jürgen Pöschk

Bilder von: Bundesregierung/Kugler (Altmaier), BMU/Sascha Hilgers (Schulze), BMI/Henning Schacht (Seehofer), Roland Horn (Günther), Hoffotografen (Pop), Rolf Schulten (Pöschk).