Grußworte zu den Energietagen 2020

Horst Seehofer

Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat

Sehr geehrte Damen und Herren,

klimafreundlich zu bauen und klimafreundlich zu wohnen, gehört unumstritten zu den zentralen Herausforderungen im Klimaschutz. Mit dem Klimapaket nimmt sich die Bundesregierung in zahlreichen Initiativen dieser Herausforderung an. Gleichzeitig ist die Bezahlbarkeit des Wohnens eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit.

Klimaschutz und bezahlbares Bauen und Wohnen dürfen daher nicht gegeneinander ausgespielt werden. Als Bundesbauminister ist es mir wichtig zu betonen, dass es sich dabei um gleichberechtigte Ziele handelt, die wir miteinander in Einklang bringen.

Als weitere Leitlinien einer nachhaltigen, konsensfähigen und wirkungsvollen Baupolitik sind Wirtschaftlichkeit, Technologieoffenheit, größtmögliche Freiwilligkeit sowie Sozialverträglichkeit unabdingbar.

Damit muss wirksamer Klimaschutz in Gebäuden auch kosteneffizient ausgestaltet werden. Und genau hier sind konzeptionelle und technische Innovationen notwendig.

Um Entwicklung und Diskussion dieser Innovationspfade haben sich die ENERGIETAGE verdient gemacht, weshalb sich das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat auch in diesem Jahr mit einem eigenen Kongress beteiligt.

 

Ihr Horst Seehofer

Peter Altmaier

Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wollen langfristig klimaneutral sein. Auf dem Weg dahin haben wir bereits viel erreicht – mittlerweile stammen 43 Prozent des Stroms und 14 Prozent der Wärme aus Erneuerbaren Energien. Auch haben wir wichtige Klimabeschlüsse gefasst, wie etwa zum nationalen Emissionshandel für Verkehr und Wärme oder zur steuerlichen Förderung von energetischen Gebäudesanierungen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie widmet seine Veranstaltung auf den Berliner Energietagen 2020 dem Thema "Energiewendebauen". Denn es geht darum, die Energiewende innovativ und Hand in Hand mit Bürgerinnen, Bürgern und der Wirtschaft umzusetzen. Wir wollen Wohnen, Arbeiten und Freizeit energieeffizient und klimafreundlich gestalten.

Um das zu erreichen, ist ein beschleunigter Innovationstransfer essentiell. Im 7. Energieforschungsprogramm haben wir daher Reallabore der Energiewende als neue Fördersäule etabliert. Nah an den Menschen und mit einem systemischen Ansatz zeigen wir an konkreten Projekten, dass Fortschritt und Energiewende im Einklang stehen.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Berliner Energietage!

 

Ihr Peter Altmaier

Svenja Schulze

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

2050 wird Deutschland klimaneutral – das hat die Bundesregierung im Herbst 2019 beschlossen. Mit Klimaschutzgesetz, Klimaschutzprogramm 2030 und Kohleausstieg haben wir dafür die Weichen gestellt. Den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 hat die Bundesregierung mit einem Preis versehen, klimafreundliches Verhalten macht sie günstiger und attraktiver. Das Klimaschutzgesetz stellt sicher, dass künftig alle Bereichen - Industrie, Energie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft – zum Klimaschutz beitragen.

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland bietet der Klimaschutz enorme Chancen: Er sichert Wohlstand, Arbeitsplätze, Wachstum und eine gesunde Umwelt für kommende Generationen.

Ich setze mich dafür ein, dass Deutschland wieder Vorreiter im Klimaschutz wird. Dazu braucht es kluge Köpfe, neue Ideen und vielfältiges Engagement. Genau das findet man traditionell bei den Berliner ENERGIETAGEN. Ich wünsche Ihnen dafür viel Erfolg.

 

Ihre Svenja Schulze

Regine Günther

Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin

Liebe Berlinerinnen und Berliner,

Berlin hat Ende 2019 als erstes Bundesland die bestehende Klimanotlage anerkannt und bekennt sich zugleich zum internationalen Klimaschutz-Abkommen von Paris. Die bestehende Klimanotlage wird Maßstab der Berliner Klimapolitik sein - nicht nur in Berlin. Denn neue Wege und zusätzliche Anstrengungen zum Klimaschutz sind erforderlich. Berlin setzt das Signal: Es gibt kein "weiter so!".

Künftig werden alle Senatsbeschlüsse einem Klima-Check unterzogen. Wir werden die vielfältigen Initiativen deutlich verstärken, das Energiewendegesetz im Lichte des Pariser Übereinkommens novellieren und den Kohleausstieg in Berlin bis 2030 vorantreiben. Die bereits im Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030) beschlossenen Maßnahmen werden wir konsequent unter Beteiligung der Stadtgesellschaft umsetzen und zusätzliche, weitergehende Initiativen zur CO2-Einsparung setzen.

Wichtig ist aber der kontinuierliche kritische Austausch über die ambitionierte Klimapolitik. Hier haben die Berliner Energietage eine herausragende Bedeutung.

 

Ihre Regine Günther

Ramona Pop

Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

zahllose Studien und Konzepte für Klimaschutz liegen auf dem Tisch. Die Technologien gibt es ebenfalls. Die Energiewende ist kein Neuland.

Worauf warten wir also? Die Berliner Energietage zeigen seit 20 Jahren, dass Energiewende und Klimaschutz eine Chance sind. Und die Stadt Berlin beweist, dass Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Fortschritt kein Widerspruch sind: Trotz Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum hat Berlin 2017 knapp eine Million Tonnen CO2 eingespart.

Wir können es uns nicht erlauben, dass die bundespolitische Rahmensetzung hinter dem, was möglich ist, hinterher hinkt. Darum ist es wichtig, dass von den Berliner Energietagen starke Impulse ausgehen.

Ich hoffe, Sie werden von den Berliner Energietagen neue Ideen und Anregungen mitnehmen. Neue Perspektiven wird es auf jeden Fall geben, denn die Veranstaltung ist umgezogen und präsentiert sich in neuem Gewand.

Ich wünsche Ihnen eine gelungene Veranstaltung!

 

Ihre Ramona Pop

Jürgen Pöschk

Geschäftsführer EUMB Pöschk, Initiator und Veranstalter der Energietage

Liebe Energietage-Community,

die Energietage sind bekanntlich das Klassentreffen der Energiewende, auf dem Politik, Wissenschaft und Praxis miteinander diskutieren und netzwerken.

Die öffentliche Debatte wird derzeit durch weltweite Jugendproteste, eindringliche Apelle von Klimawissenschaftlern und dramatischen Klimafolgen wie den Bränden in Australien geprägt. Diesen Faktoren stehen aber auch Klimaleugner mit Polarisierungsformen bis hin zur Hetze gegenüber.

Den – vielfach reaktiven – realpolitischen Rahmen bilden aktuell Klimapaket, Kohleausstieg und ein möglicherweise richtungsweisender Green Deal der EU ab. Zudem entwickelt sich – von Davos bis BlackRock – eine (finanz-)wirtschaftliche Eigendynamik, die einen umfassenden wirtschaftlichen Paradigmenwechsel einleiten könnte.

Die hier skizzierten Ebenen mit Experten, Multiplikatoren und Praktikern in einen regen Austausch zu bringen, ist selbstgesetzte Aufgabe, die wir mit neuem Elan im Mai und darüber hinaus angehen werden.

Wir freuen uns auf diesen Praxis-Check mit Ihnen!

Ihr Jürgen Pöschk

Bilder von: BMI/Henning Schacht (Seehofer), BPA/Kugler (Altmaier), BMU/Sascha Hilgers (Schulze), Roland Horn (Günther), Hoffotografen (Pop), Rolf Schulten (Pöschk).