21.05.2019 | Pressemeldung

Energiewende-Expert*innen: „Klimaproteste sind richtig“. Schlechte Noten für die Ausgestaltung der Energiewende in Deutschland

Trendumfrage "Klartext Energiewende" 2019

85 Prozent der Expert*innen aus Energie- und Klimabranchen sprechen sich für Fridays for Future aus; CO2-Bepreisung ist zentrale Forderung an die Politik.

Das Ergebnis ist eindeutig: Deutschlands Expert*innen aus dem Energie-, Bau- und Wohnensektor sehen die Umsetzung der Energiewende in Deutschland zunehmend als verfehlt an. Sie halten die Klimaproteste unter dem Label „Fridays for Future“ außerdem für gerechtfertigt und richtig. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Klartext Energiewende-Umfrage im Vorfeld des größten bundespolitischen Energiewende-Kongresses in Deutschland, den Berliner ENERGIETAGEN 2019.

Im dritten Jahr der Umfrage, die einerseits eine Bewertung der Stimmung im Land, andererseits aber gezielt auch die Umsetzung der Energiewende in unterschiedlichen Gesellschaftsfeldern abfragt, lassen sich erstmals eindeutige Tendenzen erkennen. So wird der Gesellschaft zwar attestiert, dass das Interesse an den Klimaneutralitätszielen der Bundesregierung im letzten Jahr stark gestiegen sei.

Gleichzeitig sind die Zustimmungswerte zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Ausgestaltung der Energiewende bei den Fachleuten allerdings massiv eingebrochen. Unabhängig von der konkreten Frage in diesem Bereich wählen jeweils rund 70 Prozent der Befragten hier negative Antwortoptionen.

Die Ausgestaltung der Energiewende würde außerdem von der Bevölkerung zunehmend als Belastung empfunden.

Über 1.000 Fachleute aus dem Umfeld der Organisator*innen, Mitveranstalter*innen und Teilnehmer*innen der Energietage haben sich an der Umfrage zur Lage der Energiewende in diesem Jahr beteiligt. Unter ihnen Stakeholder aus unterschiedlichen Branchen mit Bezug zur Energiewende: Vertreter*innen aus Bundes- und Landesministerien, Geschäftsführer*innen großer Unternehmen aus den verknüpften Sektoren, Vertreter*innen von Wissenschaftseinrichtungen, Spitzen von Branchen-, Industrie- und Umweltverbänden sowie Fachleute aus der Planung und Umsetzung.

 

Ihr Pressekontakt:

Robert Volkhausen
EUMB Pöschk
Tel: (030) 2014 308 -26
presse[at]energietage.de

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