ENERGIETAGE-Telegramm:

Digitale ENERGIETAGE 2025 im Rückblick Impulse, Diskussionen und Perspektiven ausgewählter Veranstaltungen

Die digitalen ENERGIETAGE 2025 boten vom 5. bis 7. Mai ein vielfältiges Programm mit über 60 Veranstaltungen. Im ENERGIETAGE-Blog finden Sie kompakte Rückblicke auf ausgewählte Veranstaltungen – als Orientierung, zur Nachbereitung oder als Einstieg in aktuelle Debatten rund um Energiewende und Klimaschutz. Die Telegramme bieten Ihnen einen schnellen Überblick über zentrale Inhalte, Positionen und Impulse. Vorträge und Aufzeichnungen finden Sie auf den jeweiligen Event-Seiten im Programm. Viel Freude bei der Lektüre!

Pressekontakt

Lisa Bührmann
Leiterin PR & Kommunikation

presse[at]energietage.de
0151 578 52 990

Die ENERGIETAGE 2025 starten mit klarem Appell: „Klimaschutz ist kein grünes Thema, sondern eine Frage der Physik und eine Überlebensfrage für die Menschheit.“

Zu Beginn seines Inputs zeigte Jürgen Pöschk, Hauptveranstalter der ENERGIETAGE, die aktuellen politischen Rahmenbedingungen auf: „Im Zeitalter multipler Krisen sind wir mit einem Bedeutungsverlust des Klimaschutzes in der öffentlichen Meinung konfrontiert, während sich die Energiewende zu einem emotional-aufgeladenen Reizthema entwickelt hat.“ Mit Hinblick auf die neue Legislaturperiode betonte Pöschk, dass die neue Koalition Chancen biete – jenseits ideologischer Polarisierungen – vorurteilsfreier zu argumentieren und sachorientierte Lösungen umzusetzen. „Wir brauchen neue Begründungszusammenhänge, die auch konservative Kreise erreichen“, so Pöschk. Eine solche Erweiterung der Narrative könne dazu beitragen, einen breiten gesellschaftlichen Konsens für Energiewende und Klimaschutz wieder herzustellen.

Prof. Stefan Rahmstorf, international renommierter Klimaforscher des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) e.V., begann seinen Vortrag mit dem zentralen Satz: „Klimaschutz ist kein grünes Thema, sondern eine Frage der Physik und eine Überlebensfrage der Menschheit“. Rahmstorf zeigte auf, dass die Erderwärmung in Deutschland doppelt so schnell voranschreite wie im globalen Mittel und bereits 2,5 Grad Celsius erreicht habe. Nach wie vor würden dennoch massive Summen in die Subventionierung von fossiler Energienutzung gesteckt, so Rahmstorf.

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Deliberative Beteiligung kann Politik und Verwaltung bei Klimafragen helfen

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Beteiligung von Bürger:innen und Stakeholdern Potenzial bietet, Klimaschutz zum Gemeinschaftsprojekt zu machen – wenn sie gut gestaltet ist: „Wenn man Menschen vom Stammtisch zum Runden Tisch holt, ändert sich ihre Meinung zum Thema“, eröffnete Prof. Ortwin Renn bei der Zusammenstellung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die ersten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie von Klimamitbestimmung e.V. zeigen Wege hierfür auf: Deliberative Beteiligung kann bei der Erstellung der Klimaschutzprogramme eine Radarfunktion für Bedarfe der Bevölkerung haben. Sie kann auch „Leitplanken“ für die allgemeine Gesetzgebung setzen, noch bevor ein Eckpunktepapier erarbeitet wird.

Prof. Gesine Schwan (Vorsitzende der SPD-Grundsatzkommission) warb im anschließenden Podium für die Skalierung deliberativer Stakeholder-Beteiligung auf allen Ebenen. Sven Giegold (stv. Vorsitzender B90/DIE GRÜNEN) stellte das Potenzial offener Beteiligungsprozesse heraus, in denen Bürger:innen und einzelne Unternehmer:innen in den Austausch kommen. Thomas Heilmann (Vorsitzender KlimaUnion) betonte, dass Politiker:innen oft durch eigene positive Erfahrungen mit Bürgerräten deren Potenzial entdecken. Die Beiträge der Teilnehmenden haben gezeigt: Es braucht neue Narrative, die das Gemeinsame betonen. Beteiligung kann dafür einen Beitrag leisten.

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Flexibilisierung als Schlüssel zur Energiewende

Der VDI lud zur Veranstaltung „Fotovoltaik als tragende Säule der Stromversorgung: Welche Rahmenbedingungen brauchen wir zukünftig?.  Expertinnen und Experten diskutierten über zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze für eine zukunftssichere und bezahlbare Energieversorgung Deutschlands.

Mit einem Anteil von fast 60 Prozent an der Stromerzeugung im Jahr 2024 spielen erneuerbare Energien eine immer größere Rolle – allen voran die Fotovoltaik. Die Volatilität von PV wird in der öffentlichen Debatte jedoch als Herausforderung diskutiert, auch unter dem Aspekt, dass erhebliche Kosten für den Ausbau der Verteilnetze notwendig werden.

Auf der VDI-Veranstaltung gab Gerhard Stryi-Hipp vom VDI-Fachausschuss Regenerative Energien einen Ausblick auf den künftigen Ausbau der Fotovoltaik und die Transformation des Energiesystems. Dr. Florian Heesen von der Bundesnetzagentur berichtete vom Zustand und Ausbau der Strom-Verteilernetze. Anschließend erläuterte Johannes Stein, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, mögliche Flexibilisierungsoptionen. Die anschließende Diskussion, moderiert von Dr.-Ing. Jochen Lambauer, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt, thematisierte, wie ein neues Strommarktdesign die Volatilität der Strompreise abfedern könnte und welche Rolle Flexibilisierungsmaßnahmen künftig spielen können, auch um die Kosten für den Ausbau der Verteilnetze zu verringern.

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Science Talks: Junge Forschende bringen frische Impulse für Klima- und Energieforschung

Zum ersten Mal wurde im Rahmen der ENERGIETAGE das Event "Public Energy & Science Talks – Wissenschaftliche Arbeiten zu Klimaschutz und Energiewende" veranstaltet. Fünf junge Wissenschaftler*innen hatten hier die Möglichkeit, ihre Forschung vorzustellen. Das Event entwickelte sich schnell zu einem interdisziplinären und intergenerationellen Vernetzungstreffen zu neuen Erkenntnissen der Klima- und Energieforschung. Bengisu Berispek gründete ihr Projekt sustain.ALL auf Basis der Ergebnisse ihrer Masterarbeit. Darin formulierte sie einen Klimaschutzfahrplan mit Fokus auf Partizipation. Mittlerweile konnte das sustain.ALL Lab 15 SDG-Projekte in unterschiedlichen Einrichtungen umsetzen.

Hannes Matt veröffentlichte seine Arbeit "Erzählungen und Wirklichkeit unternehmerischer Nachhaltigkeit" bereits bei Springer Gabler. Darin analysierte Matt den Shift zum "Managerial Path“ im Diskurs um Nachhaltigkeit. Dadurch würden grundsätzliche systemische Anpassungen mittlerweile vernachlässigt. Sophia Wanner Fandrych gab ihre Masterarbeit erst vor kurzem ab. Für das Reiner Lemoine Institut schrieb sie über den sozial-ökologischen Konflikt der Energiewende. Die soziale und ökologische Komponente würden bisher gegeneinander ausgespielt, statt zusammenhängend diskutiert zu werden. So zeigen Wanner Fandrychs Ergebnisse die starke Vernetzung zwischen sozialen und baulich-räumlichen Aspekten sowie mit der Energiekostenbelastung.

Onur Göker steht am Anfang des Schreibprozesses für seine Masterarbeit. Er vergleicht den aktuellen Stand der Regulierung von Wasserstoffnetzen in Deutschland und Holland. Der Industrie-Ökonom erforscht zudem, welche Auswirkungen der Zustand auf den Markt hat. Paul Marschall zieht Schlüsse aus langjährigen Erfahrungen als Ingenieur und möchte am Beispiel seines eigenen Hauses zeigen, dass es durchaus möglich ist, Bestandsgebäude in Bezug auf Wasser, Energie und Begrünung nachhaltig zu sanieren. Dieses Best Practice möchte er in Zukunft gemeinsam mit seiner Frau veröffentlichen.

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Wegweiser Wärmeplanung: Berliner Infrastrukturbetreiber zeigen Lösungswege für die Wärmewende auf

Wie gelingt die Wärmwende in einer Metropole wie Berlin? Diese Frage stand im Zentrum der Veranstaltung „Wegweiser Wärmeplanung“ im InfraLab Berlin. Vertreter:innen der städtischen Infrastrukturunternehmen sowie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und Berliner Energieagentur (BEA) diskutierten über  Erfahrungen, Synergien und Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung der gesamtstädtischen Wärmeplanung. Deutlich wurde: Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen.

Vor dem Hintergrund der ab 2026 verpflichtenden Wärmeplanung präsentierte das InfraLab die Ergebnisse eines Projektes, in dem auf Vorstands-Ebene der Mitgliedsunternehmen und begleitet von der BEA Wege zur erfolgreichen Umsetzung erarbeitet wurden. „Die sechs großen Infrastrukturbetreiber haben sich im InfraLab zu einem gemeinsamen Innovationsnetzwerk zusammengeschlossen. Hier entstehen vertrauensvolle Kooperationen – die Basis für Projekte mit hoher Komplexität und großem Abstimmungsbedarf“, so Thomas Rütting, Bereichsleiter Politik & Kommunikation bei Stromnetz Berlin und Vereinsvorstand des InfraLab. Nicole Pillen (dena) lobte den kooperativen Ansatz: „Das InfraLab zeigt, wie urbane Energiewende funktionieren kann. Man ist auf so engem Raum nur gemeinsam stark.“

Auch die anderen Panelteilnehmenden machten deutlich, wie wichtig sektorübergreifendes Denken ist: Michael Stöhr (GASAG): „Es braucht realisierbare, bezahlbare und dekarbonisierte Lösungen – gemeinsam mit allen Playern.“ Uwe Scharnweber (BEW Berliner Energie und Wärme): „Die Aufgabe ist so groß, dass jedes Unternehmen das nicht einzeln stemmen kann. Wir bekommen das nur partnerschaftlich hin.“ Und Markus Witt (BSR): „Auch wir bringen als Ressourcenmanagerin und Entsorgerin Bausteine für die Wärmewende mit.“

Das Interesse an dem Thema war groß und die Resonanz hoch: Über 1000 Menschen haben die Veranstaltung bereits am ersten Tag bei YouTube und LinkedIn angesehen!

Zur Aufzeichnung des Livestreams

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Wirtschaftliche Impulse durch Klimaschutz und Klimaanpassung im Rahmen des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE)

Am 5. Mai 2025 fand im Rahmen der ENERGIETAGE die digitale Veranstaltung des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) mit rund 140 Teilnehmenden statt. Im Mittelpunkt standen Investitionen in Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen als wirtschaftlicher Impuls für Berlin-Brandenburg.

Anhand von Praxisbeispielen wie dem Treptower Park und dem Friedrichstadt-Palast wurde gezeigt, wie grüne Infrastruktur das Mikroklima verbessert und soziale wie gesundheitliche Vorteile bietet. Der Friedrichstadt-Palast berichtete von erheblichen Energieeinsparungen durch moderne Technologien wie PV-Anlage, Wärmepumpe und Latentwärmespeicher. „Jeder investierte Fördereuro ist ein gut investierter Euro“, betonte Prof. Dr. Hirschl, als er die positiven wirtschaftlichen Effekte des BENE-Programms erläuterte – darunter regionale Wertschöpfung, Steuerrückflüsse und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Neben den Einsparungen durch Klimaschutzmaßnahmen lässt sich auch der ökonomische Nutzen von Anpassungsmaßnahmen beziffern, etwa durch vermiedene Gesundheitskosten oder geringere Ausgaben für Wasserrückhalt. Auf diese Weise lassen sich Folgekosten des Klimawandels wirksam reduzieren. Auch die Berliner Bevölkerung weiß die Investitionen in Klimaanpassung, mehr Biodiversität und grüne Stadträume zunehmend zu schätzen.

Der Dank gilt allen Beteiligten für ihre Beiträge und den Teilnehmenden für das große Interesse. Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, dass Klimaschutz und Klimaanpassung nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ökonomisch sinnvoll sind.

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Bezirke bringen Klimaschutz voran

Rund 180 Teilnehmende zeigten großes Interesse an der bezirklichen Arbeit, um die Berliner Klimaschutzziele zu erreichen. Es wurde deutlich, dass sich die Vielfalt der Bezirke auch in der Endenergie- und Treibhausgasbilanz (Emissionsschwerpunkte) und den räumlichen Potenzialanalysen widerspiegelt. Während in Pankow der Großteil der Emissionen in privaten Haushalten im Gebäudesektor entsteht, trägt in Mitte die Wirtschaft den größten Anteil an den Emissionen. Solche Erkenntnisse aus den Klimaschutzkonzepten, die vier Bezirke in den letzten Jahren entwickelt haben, bilden die Grundlage für bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen. So hat Pankow bereits eine Veranstaltung zum Thema Photovoltaik für Eigentümer*innen ausgerichtet. In der Breakoutsession zur Wärmewende betonte Friedrichshain-Kreuzberg die Relevanz von Nahwärmenetzen – hierzu müssen Schlüsselakteure identifiziert, Potenziale spezifiziert sowie Kooperationen aufgebaut und gestärkt werden. Im Bereich Mobilität waren die Bezirke Treptower-Köpenick, Mitte und Pankow dafür verantwortlich, über neue Initiativen wie Kiezblocks oder den Bahnhof Schöneweide zu berichten. Auch die Klimaanpassung wird angesichts der unvermeidbaren Klimawandelfolgen von den Bezirken vorangetrieben. Gemeinsam und in engem Austausch setzen die Bezirke sich für Klimaschutz und Klimaanpassung ein und freuen sich auf weitere Kooperationen mit Akteuren aus der Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Forschung und Politik.

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Die Zufallsbegegnungen in der Kaffeepause online erleben: unsere digitalen Energietage-Speeddatings

Ein Corona-Lockdown-Erbe erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit, auch auf den Energietagen: unserer digitalen Speeddatings zum Feierabend. Auch in diesem Jahr haben wir also an allen drei Konferenztagen wieder die Möglichkeit geschaffen, am Ende eines langen Konferenztags vom heimischen Schreibtisch aus ein paar Konferenzu-Zufallsbegegnungen "nachzuholen", die zwischen Zoommeeting, E-Mailpostfach und Teams-Gespräch doch so zental sind für jeden Austausch im Rahmen eines Events. Und das ist wirklich einfach: in drei bis vier kurzen Runden á 8 Minuten würfeln wir 3 bis 5 Menschen in kleinen Break-Out-Sessions zusammen, geben noch zwei Leitfragen mit und freuen uns in den kurzen Unterbrechungen über strahlende Gesichter und Menschen, die am liebsten noch viel länger weitersprechen und -kennenlernen wollen.

In diesem Jahr hatten wir die drei Sessions erstmals in drei thematische Schwerpunkte aufgeteilt, die locker den 8 Themenfeldern der diesjährigen Energietage folgten. So wollten wir die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich auch Menschen begegnen, die gewisse beruflich-thematische Überschneidungen haben. Ob das geklappt hat? Naja: manch eine:r scheint das Format so nützlich zu finden, dass einfach alle drei Sessions besucht wurden. Was aus unserer Sicht aber auch ein großer Vorteil ist: denn die echt klugen Ideen, Gedanken und Bekanntschaften finden meist außerhalb der eigenen Bubble statt. So wie auf einer Konferenz eben auch das spontane Aufeinandertreffen beim Warten auf den Pausenkaffee. Die Connection kommt dann meist auch gar nicht über das gemeinsame (Arbeits-)Thema, sondern viel öfter über gemeinsame Interessen, Hobbies oder einen ähnlichen Humor. Und was das angeht können wir auch in diesem Jahr wieder verkünden: auch auf den digitalen Energietagen haben sich viele neue Bekanntschaften ergeben, von denen wir sicher in der Zukunft noch das ein oder andere hören, lesen und sehen werden.

Partizipation neu gedacht

Bereits zum fünften Mal fand die Veranstaltungsreihe „Next & New Klimakommunikation“ im Rahmen der ENERGIETAGE statt – diesmal mit einem klaren Fokus auf Partizipation in Energiewende und Klimaschutz. ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis zeigten in Vorträgen, wie Beteiligung zielgerichtet gestaltet werden kann – jenseits eines rein begleitenden Charakters.

Dr. Melanie Mbah (Öko-Institut e.V.) stellte das Projekt „PlanTieFEn“ vor, das darauf abzielt, über räumliche Identitäten und kulturhistorische Aspekte sowie auf der Basis technoökonomischer Potenziale und Regularien regional angepasste Ansätze der Planung und Partizipation beim Ausbau erneuerbarer Energien zu entwickeln.

Hannah Schmidt (EUMB Pöschk) präsentierte den Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ als Beispiel für erfolgreiche Jugendbeteiligung. Der innovative Ansatz der Partizipation bestehend aus einer Kombination von peer-to-peer-Kommunikation, inklusiven Zugängen und Bottom-up-Prozesse fördert Selbstwirksamkeit und machen SchülerInnen zu glaubwürdigen Botschafterinnen in ihren Lebenswelten.

Dr. Jörg Radtke (RIFS Potsdam) beleuchtete die Potenziale und Grenzen digitaler Beteiligung und Visualisierungstechniken in Planungsprozessen. Dabei stellte er Erkenntnisse aus Online-Beteiligung in der Energiewende vor, neue Wege der Ko-Kreation, Bürgerbeteiligung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Zudem konnten die Teilnehmenden das neue Online-Beteiligungs-Tool (ENVIKO) testen.

Das abschließende Podiumsgespräch machte deutlich: Partizipation braucht echte Einflussmöglichkeiten, muss divers gedacht und an Zielgruppen angepasst werden. Erwartungsmanagement, regionale Kontexte und generationenübergreifende Angebote spielen dabei eine zentrale Rolle.

Die Veranstaltung verdeutlichte insgesamt: Die Energiewende ist auch ein gesellschaftliches Projekt – und Partizipation ein zentrales Fundament.

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Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien

Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie ländliche Kommunen von der Energiewende profitieren können. Ein zentrales Ergebnis des vorgestellten Gutachtens: Der Ausbau Erneuerbarer Energien bietet nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch erhebliche ökonomische Potenziale auf lokaler Ebene.

In der Präsentation wurde aufgezeigt, wie durch Erneuerbare Energien vor Ort regionale Wertschöpfungsketten entstehen können: Gemeinden und Bürger:innen generieren Einnahmen, Infrastruktur und Daseinsvorsorge werden gestärkt, das Gemeinwesen profitiert. Eindrücklich schilderte Bürgermeisterin Ute Dülfer aus Lichtenau (Westfalen), wie ihre Gemeinde von der Energiewende vor Ort profitiert hat.

Das Gutachten untermauert diese Befunde mit Berechnungen zu regionalen Wertschöpfungspotenzialen: Erneuerbare Energien erzeugen regionale Wertschöpfung in Milliardenhöhe – etwa durch höhere Steuereinnahmen, Unternehmensgewinne und Einkommen. Darüber hinaus entstehen Spill-Over-Effekte, z. B. durch Unternehmensansiedlungen, mehr Beschäftigung oder die Verwendung der zusätzlichen Steuereinnahmen. Erstellt wurde das Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und der IW Consult.

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Individuelle Heizlösungen für die klimafreundliche Sanierung

Im Rahmen der diesjährigen ENERGIETAGE veranstaltete die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. am 06. Mai 2025 unter der Überschrift „Einfach effizient – klimafreundliche Heizsysteme auch in der Sanierung“ ein digitales Fachforum. Vier Fachexpertinnen und -experten der Heiz- und Gebäudetechnik präsentierten in diesem Zuge innovative Technologien für die energetische Modernisierung von Bestandsgebäuden.
Folgende Erkenntnisse wurden dabei gewonnen: 

  • Individuelle Systemlösungen: Eine sorgfältige Planung von individuellen Heizkonzepten sowie eine qualifizierte Baubegleitung sind essenzielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung von Altbauten.
  • Moderne Wärmepumpen: Moderne Wärmepumpen stellen in Kombination mit einem elektrischen Durchlauferhitzer eine geringinvestive Maßnahme zur Sanierung dar. Zudem werden Wärmepumpen nicht nur im Neu-, sondern auch im Altbau gefördert.
  • Effiziente Warmwasserbereitung: Je nach Gebäudetyp können direktelektrische Warmwasserbereiter oder Brauchwasserwärmepumpen in der Sanierung effizient eingesetzt werden.
  • Kosteneffiziente Direktheizungen: Für bestimmte Sanierungsszenarien stellt die elektrische Direktheizung eine kosteneffiziente und klimafreundliche Alternative dar.

In einer anschließenden Q&-A-Session beantworteten die Referentinnen und Referenten Fachfragen aus dem Publikum. An der Veranstaltung selbst nahmen knapp 200 Fachinteressierte teil. Die Veranstaltung beleuchtete praxisnahe Lösungen jenseits standardisierter „One-fits-all“-Ansätze. Im Fokus standen dabei intelligente Systemkombinationen, die sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bieten. Besonderes Augenmerk galt der Entkopplung von Raumwärme und Warmwasserbereitung, um die Effizienz von Wärmepumpensystemen zu steigern.

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Erfolgreiche INFRA-Veranstaltung bei den ENERGIETAGEN 2025: Digitalisierte Wärmeplanung stößt auf großes Interesse

Über 300 Anmeldungen und eine hohe Beteiligung im Live-Chat zeigten deutlich: Das Interesse an digitaler, automatisierter Wärmeplanung ist groß. Im Rahmen der ENERGIETAGE 2025 präsentierte die LBD-Beratungsgesellschaft, wie kommunale Wärmeplanung effizient und rechtskonform mithilfe ihrer Software INFRA umgesetzt werden kann.

Ein Highlight war die Live-Demonstration „8 Monate in 30 Minuten“, in der der gesamte Planungsprozess – von Datengrundlage bis fertigem Wärmeplan – praxisnah mit INFRA durchgespielt wurde. „Die vielen Fragen zur Datenbasis und zu unseren algorithmischen Methoden zeigen: Die Branche sucht nach robusten, nachvollziehbaren und automatisierten Ansätzen – genau das leistet INFRA,“ so Dr. Lena Jänicke, Projektmanagerin bei der LBD. Katja Radeck, Lead Partner Business INFRA, ergänzt: „Unser Ziel ist es, Planer:innen durchgängig zu unterstützen – von der ersten Datenerfassung bis zum fertigen Wärmeplan nach WPG. 15 Planungsbüros und Versorger nutzen unsere Software in über 75 Kommunen für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze. Die starke Resonanz zeigt, dass wir mit INFRA genau den Bedarf treffen.“

Die zentrale Aussage der Veranstaltung bringt es auf den Punkt „Ihr Ergebnis mit INFRA: Ein fundierter Wärmeplan nach WPG – Glückliche Planer – Zufriedene Kommunen & Bürger:innen.

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Digitale Zwillinge in der Wärmeplanung: ENEKA präsentiert innovative Lösung

Wie gelingt kommunale Wärmeplanung angesichts der hohen Anforderungen des Wärmeplanungsgesetzes? ENEKA hat auf den digitalen ENERGIETAGEN 2025 mit einem überzeugenden Praxisbeitrag gezeigt, wie smarte Softwareprozesse Planungssicherheit schaffen und den Weg in eine klimafreundliche Energiezukunft ebnen.

Im Zentrum des Vortrags stand die Softwarelösung ENEKA.Energieplanung, die als digitaler Zwilling gebäudescharfe Daten, Energiebedarfe und Versorgungspotenziale sichtbar macht. Kommunen, Planungsbüros und Versorger profitieren von integrierten Prozessen, automatisierter Datenverarbeitung und der strukturierten Bearbeitung aller WPG-Arbeitspakete – intuitiv, transparent und rechtskonform. Ein Live-Einblick in die Anwendung verdeutlichte, wie effizient Szenarien entwickelt, Wärmenetze geplant und fundierte Entscheidungen getroffen werden können – auf einer belastbaren Datengrundlage. ENEKA überzeugte damit als Impulsgeber für digitale, praxisnahe Lösungen in der kommunalen Wärmeplanung.

Die Teilnehmerzahlen sprechen für sich: Der Bedarf an praxisnahen, digitalen Werkzeugen ist hoch – ENEKA liefert eine Antwort, die Kommunen, Planungsbüros und Versorger gleichermaßen überzeugt.

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Bis zum 6. Juni bewerben: Energy Efficiency Award (EEA) 2025 sucht Ihre Erfolgsgeschichten für die Energiewende

Eine Umfrage zum Start der Session deckt auf: Neben der großen Sichtbarkeit und dem Imagegewinn zählt auch die Mitarbeitermotivation zu den entscheidenden Motivationsfaktoren für eine Teilnahme am EEA. Mit dem Energy Efficiency Award (EEA) zeichnet die Deutsche Energie-Agentur (dena) seit 2007 besonders herausragende sowie innovative Energieeffizienz- bzw. Klimaschutzprojekte aus, bei denen Unternehmen ihren Energieverbrauch und den Ausstoß von Treibhausgasen erfolgreich senken.    

“Die neue Green Claims Directive der EU erhöht die Ansprüche an Umweltaussagen und verbietet die Nutzung intransparenter Siegel. Die seriösen Kennzeichnungen des EEA werden dadurch zusätzlich an Bedeutung gewinnen”, sagt Projektleiter Jens Jäger. Es stehen vier Wettbewerbskategorien zur Auswahl, die ein breites Spektrum abdecken. Von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen bis hin zu ganzheitlichen Klimaschutzkonzepten.

Die Gewinnerprojekte werden am 3. November 2025 auf dem dena Energiewende-Kongress in Berlin prämiert. Zusätzlich wird ein Sonderpreis für ein kleines bzw. mittleres Unternehmen vergeben. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei. Der EEA wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Premiumpartner und Sponsor ist die KfW.

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Energieschub und Perspektivwechsel: Mit Yoga in den Konferenz-Tag starten

Es ist mittlerweile eine kleine Tradition: Am Dienstag und am Mittwoch stiegen unsere Teilnehmenden mit einer Yoga-Session in die ENERGIETAGE ein. Diesmal führten uns Bettina Thomas von der Yogaschule Kleinmachnow und Gabriela Klose von Titali Yoga durch die Einheiten. 

Bettina zeigte uns am Dienstag, warum Yoga und die ENERGIETAGE zusammengehören. Die Elemente des Anusara-Yoga ließen uns die Perspektive wechseln und unsere eigene Wirksamkeit vergegenwärtigen. So konnten die Teilnehmenden kraftvoll und mit dem Ziel vor Augen in den Tag starten.

Gabriela führte mit Vinyasa-Yoga in den dritten Konferenz-Tag. Ruhige fließende Bewegungen verbunden mit tiefen Atemzügen: Vinyasa hilft dabei, die Achtsamkeit für den eigenen Körper zu schulen und sorgte bei den Teilnehmenden für einen freien Kopf. So konnten alle auch noch am dritten Tag der digitalen ENERGIETAGE viel mitnehmen.

Zum Yoga mit Bettina | Yoga mit Gabriela

Schirmherrschaft und Premiumpartner der Energietage 2025

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU)
ABB Mess- und Analysentechnik
Berliner Stadtwerke GmbH
BEW Berliner Energie und Wärme GmbH
BTB GmbH Berlin
energate GmbH
ENGIE Deutschland AG
GASAG AG
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK)

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