Die Leitveranstaltung für Energiewende und Klimaschutz findet in 2026 vom 15. bis zum 17. April digital sowie vom 4. bis 6. Mai in Präsenz in Berlin statt. Hier sehen Sie das umfangreiche Gesamtprogramm mit über 110 — kostenfreien — Einzelveranstaltungen unterschiedlichster Institutionen, zu denen Sie sich ab sofort anmelden können. Unser Filter hilft Ihnen dabei, das Programm nach Ihren eigenen Interessen zu sortieren sowie nach konkreten Themen oder den wieder rund 600 Speaker:innen im Volltext des Programms zu suchen. Legen Sie die Events mit einem Klick in den Warenkorb und buchen Sie Ihren Besuch noch heute! Fragen zur Buchung beantworten wir Ihnen in unserer umfangreichen FAQ.
Die Dekarbonisierung von Kommunen, Industrie und Gebäudekomplexen erfordert unterschiedliche Strategien, steht jedoch vor ähnlichen Herausforderungen. Anhand dreier Praxisbeispiele zeigt FEV, wie kommunale Wärmeplanung, industrielle Transformationsstrategien und innovative Versorgungskonzepte für neue Gebäudekomplexe umgesetzt werden, welche Hürden auftreten und welche Lösungsansätze sich bewährt haben.
Seit 2007 zeichnet die Deutsche Energie-Agentur (dena) besonders erfolgreiche Projekte für Energieeffizienz und Klimaschutz aus. Gesucht werden private oder öffentliche Unternehmen, die mit innovativen Effizienzmaßnahmen und wirksamen Klimaschutzprojekten die Transformation aktiv vorantreiben.
Sie interessieren Sie für eine Teilnahme oder möchten sich zunächst über die Möglichkeiten und Voraussetzungen informieren? Lassen sich von spannenden Praxis-Einblicken zweier Preisträger 2025 inspirieren: KIS GmbH & Co. KG und Pöppelmann GmbH & Co. KG.
Das sind unsere Kategorien, in denen Beiträge eingereicht werden können:
Move forward! – Integrierte Strategien und Maßnahmen für Klimaneutralität
Ausgezeichnet werden ganzheitliche Klimaschutzstrategien mit konkreten Projekten, die maßgeblich zur Dekarbonisierung und zum Erreichen von Klimaneutralität beitragen.
Go smart! – Energieeffizienz durch Technologien und Digitalisierung
Prämiert werden innovative Technologien und digitale Lösungen, die nachweislich Effizienzpotenziale erschließen und Energieverbräuche nachhaltig senken.
Act together! – Zusammenarbeit für wirksame Energieeffizienz- und Klimaschutzprojekte
Gewürdigt werden erfolgreiche Kooperationen – etwa mit Energiedienstleistern oder Finanzierungspartnern –, die ambitionierte Projekte ermöglichen und beschleunigen.
Zusätzlich nominiert die Jury aus allen Bewerbungen geeignete Projekte für den Publikumspreis: Pioneer – Publikumspreis für kleine und mittlere Unternehmen
Der Publikumspreis honoriert das besondere Engagement von kleinen und mittleren Unternehmen. Der Preisträger wird per Publikumsvotum bestimmt.
Die Bewerbungsphase startet Anfang April und Ende Anfang Juni. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei.
Die Award-Verleihung findet am 09. November 2026 auf dem dena-Kongress in Berlin statt.
Der dena Energy Award wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.
Weitere Infos unter www.dena-energy-award.de.
Wie kann die Wärmewende auch in dicht bebauten urbanen Quartieren gelingen, die weder für Fernwärme wirtschaftlich erschließbar sind noch gute Voraussetzungen für klassische Einzellösungen bieten? Das DBU-geförderte Forschungsprojekt „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen“ untersucht genau diese Frage am Beispiel Bremens.
Im Mittelpunkt stehen dabei weniger technische Details als vielmehr die Bedingungen, unter denen bürgerschaftlich oder gemeinwohlorientiert getragene Nahwärmelösungen tatsächlich umsetzbar werden: Welche Stellschrauben sind entscheidend? Welche Rolle spielen Finanzierung, Betreibermodelle und gesetzliche Rahmenbedingungen? Und was zeigen Befragungen und Auswertungen zu Akzeptanz, Motivation und Umsetzungshemmnissen? Die Veranstaltung bietet einen kompakten Einblick in zentrale Projektergebnisse und verweist zugleich auf die vertiefende Fachveranstaltung am 28. April 2026 in Berlin (hybrid): „Bürgerschaftliche Nahwärme und die kommunale Wärmewende. Stimmt der Rahmen?“
Kalte Nahwärmenetze gelten als vielversprechender Baustein für eine klimaneutrale Wärmeversorgung – insbesondere in Quartieren und Neubaugebieten. Doch wie lassen sich diese Systeme technisch optimieren, wirtschaftlich tragfähig betreiben und bundesweit skalieren?
Das Forschungsprojekt KNW-OPT II setzt genau hier an. Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt KNW Opt werden zentrale Erkenntnisse zur Planung, Umsetzung und zum Betrieb großflächiger Erdwärmekollektoren in Verbindung mit kalten Nahwärmenetzen systematisch ausgewertet und basierend darauf der Betrieb von Kalten Nahwärmenetzen weiterentwickelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Anforderungen von Stadtwerken, Kommunen und Planenden.
Ziel ist es, die Marktdurchdringung dieser Technologie deutlich zu beschleunigen und belastbare Grundlagen für zukünftige Projekte zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen die beiden größten kollektorbasierten kalten Nahwärmenetze Deutschlands:
Im Rahmen der ENERGIETAGE startet das Forum „Kalte Nahwärme“ als neue Austauschplattform. Es vernetzt Stadtwerke, Planende, Kommunen und Forschungspartner und macht praktische Erfahrungen aus allen Projektphasen zugänglich – von der Konzeption über die Inbetriebnahme bis zum langfristigen Betrieb.
Kommunale Wärmeplanungen gehören als strategische Konzepte in die integrierten Stadtentwicklungsplanung. Sie sind Grundalge dafür, dass Kommunen, Stadtwerke und Immobilieneigentümer ihre Investitionen besser aufeinander abstimmen können.
Dabei können digitale Tools wie digitale Zwillinge und Anwendungen der digitalen Bürgerbeteiligung die kommunale Wärmeplanung erleichtern. Nicht nur kommunale Entscheider vor allem auch Eigentümer und Bürger und Bürgerinnen können besser informiert und in die Planungsprozesse einbezogen werden.
Wo stehen wir mit der kommunalen Wärmewende? Was sind aktuell zentrale Anforderungen für strategische Konzepte? Und welche Vorteile bitten der Einsatz digitalen Tools bei einer strategischen kommunalen Wärmeplanung und ihrer Umsetzung? Das wollen wir anhand einiger kommunaler Werkstattberichte diskutieren.
Die Energiewende im Industrie- und Gewerbesektor nimmt Fahrt auf – doch steigende Energiepreise, regulatorische Anforderungen und der Wunsch nach Versorgungssicherheit stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Energiespeicherlösungen sind dabei ein zentraler Schlüssel: Sie ermöglichen Lastspitzenkappung, Eigenverbrauchsoptimierung, Sektorenkopplung und die Integration erneuerbarer Energien – sowohl auf Gebäudeebene als auch im Quartier.
Dieses BVES-Webinar beleuchtet innovative Speicherlösungen für Industrie- und Gewerbeanwendungen – von elektrischen Speichern über Quartierskonzepte bis hin zu thermischen Speichern. Zudem wird der internationale TASK AppESS im IEA ENERGY Storage Collaboration Programm vorgestellt und dessen Relevanz für die Praxis eingeordnet.
Praxisberichte und regulatorische Einordnungen runden das Programm ab.
Freuen Sie sich auf fundierte Fachbeiträge, konkrete Anwendungsbeispiele und aktuelle Einblicke aus Forschung, Markt und Politik.
Kommunen stehen im Zeichen des Klimawandels vor komplexen Entscheidungen: Von kommunaler Wärmeplanung über Flächenentsiegelung bis hin zur Neupflanzung von Gehölzen – alle Maßnahmen müssen räumlich hochaufgelöst betrachtet und gegeneinander abgewogen werden.
Mit dem Digitalen Zwilling EK Suite können Fachdaten aus Energie, Klima und Verwaltung kombiniert, visualisiert und analysiert werden. Szenarien lassen sich simulieren, Maßnahmen planen und Ergebnisse sowohl öffentlich als auch intern sicher darstellen.
In unserer Live-Präsentation zeigen wir, wie die EK Suite verschiedene Themenfelder intelligent verknüpfen und kommunale Planungsprozesse unterstützen kann, um Entscheidungen fundiert, transparent und zukunftssicher zu gestalten.
Aktuell wird die Wärmeplanung in den XPlanungsstandard integriert – über das Fachschema XWärmeplan. Dadurch wird eine einfache Koppelung der Wärmeplanungsergebnisse mit der Bauleit- und Flächennutzungsplanung möglich.
Teilnehmer:
Andreas Koch-Martin | SHK Innung Berlin - Geschäftsführer
Prof. André Kremonke | TU Dresden - Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung
Burckhardt Bonello | Meister Systems GmbH - Geschäftsführer
Max Franke | Lokalleads GmbH - Geschäftsführer
Tobias Lerche | Eneka GmbH - Geschäftsführer
René Ebert | VdZ Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. - Geschäftsleiter (Moderation)
Welche Rolle spielen Unternehmen in der TGA heute als aktive Innovationstreiber? Diese Podiumsdiskussion unterzieht die Forschungslandschaft der Energie- und Gebäudetechnik einem Realitätscheck und beleuchtet die strategische Zusammenarbeit von KMU mit Forschungsinstituten. Wir diskutieren die Rahmenbedingungen für unternehmensnahe Forschung in Deutschland: Von der Effektivität der Förderprogramme bis hin zum praktischen Transfer in den Markt. Wo finden Betriebe die besten Synergien mit der Wissenschaft und welche Hürden – zwischen Bürokratie und Fachkräftemangel – bremsen die Innovationskraft der Branche aktuell aus?
Die Erdwärmekampagne des Bundes erreicht eine neue Phase. Die Verabschiedung und Anpassung von Gesetzen und die Einrichtung von Förderprogrammen stimulieren bundesweit zahlreiche neue Tiefengeothermieprojekte. In einem nächsten Schritt können mit einer Industrialisierung der Geothermie die heimische Wertschöpfung und die Resilienz der Wärmeversorgung relevant und in volkswirtschaftlicher Dimension gestärkt werden. Dafür müssen Einzelprojektansätze in regionales Handeln überführt, Optimierungen auf der technologischen Ebene umgesetzt und Hemmnisse weiter abgebaut werden. So muss die Geothermie auch bei fallenden Gaspreisen die wirtschaftlichste Option für die Endverbraucher werden. In der Session werden die kostensensitiven Bereiche in der Tiefengeothermie - Reservoirerschließung, Bohrtechnik und Fernwärmenetz - vorgestellt und diskutiert.
Im Rahmen der Berliner Energietage startet die Praxisgruppe Tiefengeothermie vom EBZ Bochum und CO2zero Berlin. Im Fokus stehen praxistaugliche und übertragbare Nullemissions-Modelle: wie können Tiefengeothermie und andere nicht-fossile Energien im Detail zu einer sozialverträglichen Wärmewende beitragen?
Für die Wohnungswirtschaft bietet die Praxisgruppe die Gelegenheit, sich frühzeitig mit einer Schlüsseltechnologie der künftigen Wärmeversorgung auseinanderzusetzen. Gezeigt wird, wie Wohnungsunternehmen durch Tiefengeothermie Versorgungssicherheit stärken, Kostenrisiken begrenzen und ihre Bestände zukunftsfähig weiterentwickeln können.
Ergänzend werden Förderung, Finanzierung sowie Investitions- und Betriebskosten behandelt. Die Praxisgruppe bündelt Wissen aus Forschung und Praxis, macht erfolgreiche Ansätze sichtbar und wird über die Berliner Energietage hinaus mit Seminaren, Veranstaltungen und Qualifizierungsangeboten fortgeführt.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) präsentiert zusammen mit dem Projektträger Jülich den neuen Innovationswettbewerb Energiequartiere. Er soll wichtige Impulse für die Modernisierung im Bestand setzen: In drei Wettbewerbsphasen DESIGN, BUILD und OPERATE werden innovative Konzepte für lebenswerte und klimaneutrale Quartiere entwickelt, vor Ort umgesetzt und im laufenden Betrieb optimiert. Der Wettbewerbscharakter wird dabei über die gesamte Laufzeit aufrechterhalten: Innovationskonsortien bestehend vor allem aus Energieversorgern, Wohnungswirtschaft und Forschungspartnern messen sich untereinander, streben nach der besten Lösung – und profitieren gleichzeitig von dem Exzellenz-Netzwerk, das sie miteinander bilden.
In der Session sprechen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Energie, Wohnungswirtschaft und Städte/Kommunen. Sie beleuchten die Herausforderungen, denen sich Quartiere heute und in Zukunft stellen müssen, und zeigen auf, welche Chance der Innovationswettbewerb Energiequartiere eröffnen kann.
Lernen Sie den Innovationswettbewerb Energiequartiere kennen und bewerben Sie sich ab Mai 2026.
Einführung
Dr. Rodoula Tryfonidou, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Innovationswettbewerb Energiequartiere
Ann Köbler, Projektträger Jülich (PtJ)
Dr. Katharina Simon, Bergische Universität Wuppertal
Perspektiven Energieversorger und Wohnungswirtschaft
Dr. Matthias Dümpelmann, 8KU Eine Kooperation von 8 kommunalen Energieunternehmen
Michel Böhm, GdW Die Wohnungswirtschaft Deutschland
Moderation
Dr. Stefan Krengel, Projektträger Jülich (PtJ)
Die Transformation der Wärmenetze kommt nur voran, wenn Planung und Entscheidungspraxis zusammenfinden. Doch genau hier wird es anspruchsvoll: Eigentümer und Eigentümergemeinschaften stehen vor weitreichenden Investitionsentscheidungen – unter unsicheren politischen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig verlangt die geplante Verdichtung und der Ausbau von Fernwärmenetzen eine langjährige, integrierte Planung über Gas-, Wärme- und Stromnetze hinweg in nie zuvor gekanntem Ausmaß. Besonders in dicht bebauten Ballungsräumen wie Berlin trifft diese Komplexität auf finanzielle Engpässe und soziale Herausforderungen.
Unser Panel beleuchtet, wie Städte, Versorger, Politik und Eigentümer trotz dieser Herausforderungen gemeinsam vom Plan zur Umsetzung kommen – und welche Strategien den Netzausbau und die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung in Berlin realistisch beschleunigen können.
Die Transformation der Wärmeversorgung stellt Städte und Quartiere vor neue Herausforderungen – Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit erfordern integrierte Lösungen, die über klassische Wärmenetzkonzepte hinausgehen. Quartiere bieten dabei großes Potenzial: Hier lassen sich Wärme, Strom und digitale Technologien intelligent miteinander verbinden und neue, flexible Versorgungssysteme entwickeln.
Der Workshop der Fraunhofer-Allianz Energie im Rahmen der Berliner Energietage 2026 zeigt anhand aktueller Forschungs- und Praxisbeispiele, wie resiliente Quartierswärme gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen dezentrale und sektorenübergreifend gedachte Wärmenetzlösungen, digitale Planungs- und Optimierungsansätze sowie innovative Geschäftsmodelle.
Ein besonderer Fokus liegt auf Niedertemperatur- und kalten Wärmenetzen, dem Einsatz von Wärmepumpen sowie der Frage, wie Quartiere durch intelligente Sektorenkopplung flexibler und nachhaltiger versorgt werden können. Wir freuen uns auf einen angeregten Austausch mit Ihnen über zukunftsfähige Lösungen für die Wärmeversorgung von Quartieren.
Wie kann die Energiewende in Berlin endlich Tempo gewinnen und welche Entscheidungen sind jetzt entscheidend, um die Klimaziele bis 2045 zu erreichen? In dieser Podiumsdiskussion bringen Vertreter:innen aus Praxis, Verwaltung, Wissenschaft und Wohnungswirtschaft ihre Perspektiven zusammen und diskutieren, wo aktuell Zeit verloren geht und welche Hebel den Ausbau von Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Windenergie und Quartierslösungen beschleunigen können.
Die Erstellung und Umsetzung der kommunalen Wärmepläne steht im Spannungsfeld zwischen klimapolitischen Zielsetzungen, aktuellen politischen Entwicklungen sowie wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. Die Veranstaltung des BMWSB erörtert den politischen Bezugsrahmen sowie Lösungsansätze in den Themenfeldern Quartiere, Stadtentwicklung und Kommunikation.
Die Nutzung der oberflächennahen Geothermie in Nahwärmesystemen bietet häufig gute Perspektiven zur Transformation der Wärmeversorgung in dicht bebauten urbanen Gebieten.
Um Klimaziele im Gebäudebereich in Deutschland kurz- und mittelfristig zu erreichen, ist eine deutlich größere Marktdurchdringung von Wärmepumpensystemen im Gebäudebestand und die Nutzung von der oberflächennahen Geothermie zwingend erforderlich. Um die Wärmeversorgung zukunftsfähig zu gestalten und ihre Transformation zu forcieren, wurden in Forschungsvorhaben „Urban Ground Heat“ vielfältige Lösungen erarbeitet.
Für Beispielprojekte wurden auf Basis von modellbasierten Potentialuntersuchungen und Vorplanungen die Umsetzbarkeit für bestehende Quartiere von Energieversorgern erarbeitet. Eine reale Umsetzung wurde vorbereitet. Hierzu wurden detailliert die technischen, regulatorischen und ökonomischen Anforderungen in den untersuchten Quartieren identifiziert und bewertet. Darüber hinaus ist ein Leitfaden entwickelt und sind diverse Planungswerkzeuge erweitert oder erstellt worden.
Mit diesen Ergebnissen versetzen wir Versorger und Kommunen in die Lage, Geothermieprojekte im Bestand effizienter und zielgerichtet zu realisieren. In der Session werden die Ergebnisse des Forschungsvorhaben „Urban Ground Heat“ vorgestellt. Mit „Co2Ol Island“ wird abschließend ein Ausblick gegeben, wie Geothermie bei der Klimawandelfolgenbegrenzung eingesetzt werden könnte.
Im Gebäudesektor sind die CO2-Emissionen zu hoch und die Sanierungs- und Heizungstauschrate zu gering. Finanzielle Restriktionen, Verunsicherung in der Bevölkerung und Rücksichtnahme auf vermeintliche soziale Aspekte bremsen die Transformation zu einem klimaneutralen Gebäudebestand.
Dabei sind vor allem einkommensschwache Haushalte häufig von Energiearmut, von steigenden Mieten ohne Effizienzverbesserung, einer Abhängigkeit von stark schwankenden Energiepreisen sowie von gesundheitlichen und psychischen Belastungen aufgrund mangelhafter energetischer Standards in Bezug auf Hitze im Sommer und Kälte im Winter betroffen. Eine beschleunigte Erhöhung der Sanierungsrate unter Beachtung der finanziellen Leistbarkeit für alle Haushalte und beteiligten Akteure ist daher dringend erforderlich.
In dieser gemeinsamen Veranstaltung von Zukunft KlimaSozial und dem Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) stellen wir zunächst empirische Erkenntnisse zu Ausmaß und Folgen von Armutserfahrungen aufgrund mangelhafter Effizienzstandards im Wohngebäudesektor vor. Anschließend präsentieren wir drei Wege für jeweils unterschiedliche Akteursgruppen, mit denen die Transformation zur Klimaneutralität im Gebäudesektor beschleunigt und zugleich sozial gerecht gestaltet werden kann:
Abschließend diskutieren wir die Umsetzbarkeit dieser Ideen mit einer/einem Vertreter:in aus dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Für eine Wärmewende, an der alle teilhaben und die einen besseren Wohnkomfort ermöglicht.
Bis 2035 sollen mindestens 4.400 MWp der Berliner Bruttostromerzeugung aus Photovoltaik stammen – das zentrale Ziel des Masterplan Solarcity. Doch wie lässt sich der produzierte PV-Strom nicht nur direkt nutzen, sondern auch in andere Sektoren integrieren? Besonders spannend wird es, wenn Solarstrom auf die Mobilitätswende trifft: Wie kann er die Ladeinfrastruktur revolutionieren und die Elektromobilität in der Hauptstadt voranbringen?
In dieser Veranstaltung der Berliner Energietage beleuchten wir den Status quo, die Potenziale und die Herausforderungen der Nutzung von PV-Strom für die Ladeinfrastruktur. Erhalten Sie exklusive Einblicke von Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis, unter anderem zu folgenden Themen.
Ob Kommunen, Unternehmen oder Privatpersonen – diese Veranstaltung bietet wertvolle Impulse für alle, die die Energiewende aktiv mitgestalten und die Ladeinfrastruktur der Zukunft verstehen wollen. Freuen Sie sich auf fundierte Fachvorträge und die Möglichkeit zum Austausch mit den Referent:innen!
Eine abgewogene Gebäudesanierung stellt die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle und technische Maßnahmen in ein ausgewogenes Verhältnis unter Beachtung tragbarer Sanierungs- und Energiekosten. Dadurch sinken Materialeinsatz und graue Energie, was den Ressourcenschutz deutlich stärkt.
Gleichzeitig ermöglichen innovative Quartierslösungen mit saisonalen Speichern und kalten Nahwärmenetzen auch im verdichteten Bestand eine zuverlässige Versorgung mit erneuerbaren Energien. Durch die intelligente Kopplung der Gebäude mit Umweltwärmequellen können sie effizient heizen und kühlen – ein zentraler Beitrag zur Klimafolgeanpassung und zum Gesundheitsschutz.
Zudem unterstützen diese Systeme eine schrittweise, zellulare Quartiersentwicklung, die flexibel auf die Ungleichzeitigkeit von Eigentümern, Entscheidungsprozessen und Budgets reagieren kann.
Anhand von Beispielen mit herausfordernden Gebäudetypologien und saisonaler Wärmespeicherung werden Grundsatzthemen adressiert und abschließend mit Vertretern der Berliner Politik diskutiert, ob eine Einhelligkeit hinsichtlich der Ziele und Umsetzungsstrategien erzielt werden kann. Der Schutz sowohl unserer natürlichen Lebensgrundlagen, als auch der Sicherung fairer Wohn- und Energiekosten sollen dabei Richtgröße sein, das zu fordernde Tempo der Umsetzung wird mit jedem Zögern größer.

